Der globale Bautenschützer - Wacker Chemie AG


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Der globale Bautenschützer

Als Udo Goedecke in den 1980er-Jahren zum ersten Mal als Praktikant in Japan arbeitete und in der Mittagspause Sushi essen ging, wurde er noch genau beobachtet. Viele Japaner sprachen ihn an und wollten wissen, ob ihm das Sushi schmecke. „Damals waren Europäer noch eine Seltenheit“, erinnert sich Udo Goedecke. Er kann zahlreiche lustige Anekdoten über Japan aus dieser Zeit erzählen.

Udo Goedecke – hier vor der Alten Pinakothek in München – berät Kunden zu WACKER-Siliconprodukten, die Bauten vor Wind und Wetter schützen.

In den letzten 18 Jahren hat der Marketing-Manager für WACKER zahlreiche Länder dieser Erde bereist. Nach Öffnung der Mauer packte er sofort seine Koffer, um Geschäfte in Russland aufzubauen. Wenn sich irgendwo in der Welt Möglichkeiten ergeben, Kunden über die Vorteile der Silicontechnologie zu informieren und Geschäfte aufzubauen, gibt es für ihn kein Halten mehr.

Udo Goedecke arbeitet in einem Team, das sich mit Bautenschutz beschäftigt. Silicone von WACKER sollen überall auf der Welt Wasser abweisen und Gebäude gegen den Verfall schützen. Zum Beispiel verkauft Goedecke Siliconemulsionen an Dachziegelhersteller, die damit ihre Ziegel hydrophobierend imprägnieren. „Goretex für Gebäude“, nennt Goedecke das und holt gleich ein Road Show Kit aus dem Schrank, mit dem er weltweit zahlreiche Ziegelhersteller von den Vorteilen der WACKER-Produkte überzeugt hat.

Spezialanstriche mit Siliconen lassen das Wasser gewissermaßen abperlen.

Schon während des Studiums zog es den gelernten Werkstoffwissenschaftler und Master of Business Marketing in die weite Welt. Er absolvierte Praktika in Japan und den USA. Später, bei WACKER, hat ihm die Neugier auf fremde Kulturen und Menschen immer geholfen. „Die menschliche Komponente ist in unserem Beruf ganz wichtig“, sagt der gebürtige Kölner, dem die rheinische Mundart auch nach vielen Jahren in Bayern geblieben ist. „Hast du den Menschen, dann hast du auch das Geschäft“, sagt er. Das werde in der digitalen Welt manchmal vergessen. Für ihn ist es eine der schönsten Seiten an seinem Beruf, dass er auch auf privaten Reisen überall Geschäftspartner kennt, die er anrufen und treffen kann, „und sei es nur auf einen Kaffee“.

Interkulturelles Verständnis ist für Goedecke keine leere Floskel, sondern ein entscheidender Faktor in der globalisierten Geschäftswelt. Man müsse sich gut auf fremde Kulturen einstellen und in Menschen einfühlen können, sagt er. Schließlich gebe es große Unterschiede, mit einem Inder, einem Araber oder einem US-Amerikaner zu verhandeln. „Außerdem darf man in meinem Job keinen empfindlichen Magen haben“, sagt er. „Sonst können Dienstreisen schnell zu gesundheitlichen Problemen führen.“

Japan ist bis heute seine besondere Liebe geblieben. Schon als Schüler hatte Goedecke die ersten Japanisch-Sprachkurse belegt. „Kaizen, Sony, alles, was aus Japan kam, war in den 1980er-Jahre toll“, erinnert er sich. Land und Sprache faszinieren ihn noch heute. So ist Udo Goedecke eng mit dem Münchner Japan Club verbunden und freut sich jedes Jahr mit seinen japanischen Freunden auf das Japanfest am Teehaus im Englischen Garten.