Die Landsbergers - Wacker Chemie AG


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Die Landsbergers

Zehn Menschen, vier Generationen, ein Arbeitgeber: Seit 1923 arbeitete immer mindestens ein Mitglied der Familie Landsberger bei WACKER in Burghausen.

Die Landsbergers arbeiten in der vierten Generation bei WACKER: (von links) Hannes Landsberger, Annemarie Landsberger, Ursula Landsberger, Manfred Landsberger, Philipp Landsberger sen., Florian Landsberger, Felix Landsberger und Philipp Landsberger. Der Pionier beim Alzkanalbau – Urgroßvater Philipp Landsberger – ist unten auf dem historischen Foto zu sehen.

Den Anfang macht der damals 19-jährige Philipp Landsberger im Jahre 1920. Er marschiert zu Fuß von Regensburg, wo er aufgewachsen ist, nach Burghausen, wo gerade ein neuer Kanal gebaut wird. Der über 100 Kilometer weite Gewaltmarsch wird belohnt: Philipp bekommt eine Arbeitsstelle als Kanalbauer. Er gehört zu den Pionieren, die bis 1923 den Alzkanal fertig stellen – die Lebensader der aufstrebenden Wacker Chemie.

Als der Kanal gebaut ist, wechselt der junge Mann als Vorarbeiter ins Carbidwerk von WACKER und lässt sich in Burghausen nieder. 1928 kommt sein Sohn zur Welt, der ebenfalls Philipp heißt. Nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges hört Philipp junior von seinem Vater immer wieder den Satz: „Wer viel arbeitet, der braucht hoffentlich nicht in den Krieg zu ziehen.“ Tatsächlich gilt er als unabkömmlich, ein Fronteinsatz bleibt ihm erspart.

Philipp Landsberger junior macht zunächst eine Schreinerlehre und fängt im Herbst 1945 ebenfalls bei WACKER an. Wie sein Vater ist er Vorarbeiter, erst in der Verladestation für Kupferkalk, später in der Silanbearbeitung. Seine Frau Annemarie zieht die vier gemeinsamen Kinder groß. Als das geschafft ist, startet sie 1972 ebenfalls bei WACKER, als kaufmännische Angestellte in der Chemitronic, dem Vorläufer der heutigen Siltronic.

Von den vier Landsberger-Kindern arbeitet eines später bei der Post, das andere bei der Stadt Burghausen. „Aber mein Bruder Manfred und ich waren handwerklich begabt“, erzählt der 1955 geborene dritte Philipp Landsberger, „da hat es sich angeboten, das zu nutzen – natürlich bei WACKER.“ Philipp absolviert erst eine Ausbildung zum Betriebsschlosser und kümmert sich seit 1973 um die Instandhaltung der Industriewaagen, von denen es rund 2.000 Stück gibt.

Philipp Landsberger, hier vorne in der Mitte mit dem Becher und der Kanne in den Händen, lief einst zu Fuß 100 Kilometer weit zur Pionierarbeit am Alzkanalbau.

„Anfangs waren es ausschließlich mechanische Waagen“, erinnert sich Philipp Landsberger, „aber ab 1980 wurden sie nach und nach durch elektronische Waagen ersetzt. Und während die Waagen früher 15 Jahre lang gehalten haben, kommt heute alle drei Jahre eine neue auf den Markt, die alles noch besser kann.“ Für Philipp Landsberger bedeutet das: Er absolviert regelmäßig Fortbildungskurse. Wie er, so arbeitet auch sein Bruder Manfred im Bereich Zentrale Ingenieurtechnik. Wobei Manfred sich in der Hauptwerkstatt um die Instandhaltung von Getrieben und Kompressoren kümmert. Philipps Frau Ursula gehört seit 1977 ebenfalls zur WACKER-Familie. Sie arbeitet, inzwischen in Teilzeit, als kaufmännische Angestellte bei Siltronic.

Jeweils zwei Söhne von Philipp und Manfred Landsberger bilden die vierte WACKER-Generation: Manfreds Sohn Florian, 29, fängt 2007 als Anlagenfahrer an, sein Bruder Felix, 27, startet drei Jahre später als Produktionsmitarbeiter. Philipps Söhne Christoph, 27, und Hannes, 21, arbeiten seit einigen Jahren immer wieder als Werkstudenten bei WACKER.

„WACKER verfügt über viele unterschiedliche Sparten, ist ein großer und sicherer Arbeitgeber – und außerdem können wir alle mit dem Rad zur Arbeit fahren“, sagt Philipp Landsberger. Dieses Wissen über den guten Arbeitgeber sei selbstverständlich von einer Generation an die nächste weiter gegeben worden. Aber: „Es wurde niemals Druck von den Vätern aufgebaut – wir alle sind freiwillig zu WACKER gegangen.“

Die Großfamilie trifft sich regelmäßig zu Geburtstagen und zu Weihnachten. „Beim Nachwuchs ist WACKER dann kaum ein Thema“, erzählt Philipp Landsberger, „aber meine Eltern fragen natürlich schon, wie es in der Firma so läuft.“ Und sie alle, die alten und die jungen Landsbergers, verbindet eine gemeinsame Hoffnung: „Wir alle wünschen uns“, so Philipp Landsberger, „dass es WACKER auch in 200 Jahren noch gibt.“