Von Dubai in die Welt - Wacker Chemie AG


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Von Dubai in die Welt

Gestern noch war er an der Ostküste Afrikas. Mohammed Sanaobar ist voll von Eindrücken aus Nairobi: Die Lastenträger, die mit Handkarren voller Säcke und Fässer durch die Straße ziehen. Die Dekorfirma, im Anbau eines kleinen Einkaufszentrums untergebracht und nur über eine Außenleiter zu erreichen. Das Essen mit einem wichtigen potenziellen Kunden, zu dem jeder seine Zutaten selbst mitbringen muss. „Das ist wirklich eine andere Welt“, sagt er.

Das Team um Mohammed Sanaobar und Shahid Ahmed (5. und 6. von links) betreut von Dubai aus ein riesiges Gebiet – von Saudi-Arabien bis Südafrika.

Dabei ist Sanaobar in Sachen interkultureller Brückenschlag einiges gewohnt. Der gebürtige Syrer lebt und arbeitet in Dubai, wo er das technische Team von Wacker Chemicals Middle East FZE leitet. Sein Marketing-Partner ist Shahid Ahmed, der aus Indien stammt. Weitere Kollegen des zehnköpfigen Teams kommen zum Beispiel aus Ägypten oder von den Philippinen.

Die Vielfalt ist von Vorteil angesichts der riesigen Region, die sie betreuen: Saudi-Arabien und Ägypten gehören ebenso dazu wie Marokko und Südafrika. Das sei, betonen beide Teamleiter, eine ständige Herausforderung – schon allein aufgrund der unterschiedlichen Zeitzonen, die Abend- und Wochenendarbeit mit sich bringen.

Ganz zu schweigen von Sitten und Tabus: So wäre es in der arabischen Welt eine Beleidigung des Gegenübers, mit übergeschlagenen Beinen zu sitzen oder ihn gar mit der linken Hand zu grüßen. Während in Südafrika eine Verabredung verbindlich ist, gilt in Ägypten jemand, der zwei Stunden später kommt, noch als pünktlich. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten: „Jeder Kunde möchte respektiert werden“, sagt Ahmed.

Seit den 1980er-Jahren macht WACKER im Nahen Osten Geschäfte. Im Jahr 2002 entstand in Dubai-City, der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate, ein WACKER Technical Center. Wenige Jahre später zog das Team in die Dubai Silicon Oasis um – ein 700 Hektar großer Technologiepark, in dessen Wolkenkratzern viele multinationale Firmen residieren.

Dubai ist heute ein pulsierendes Geschäftszentrum mit modernen Standards: So haben Frauen zunehmend die gleichen Rechte wie Männer. Über 5.000 Restaurants decken nahezu jede kulinarische Facette ab. Ahmed sagt: „In Dubai habe ich eine größere Auswahl an indischer Küche als in Hyderabad.“ Das Leben spielt sich viel in klimatisierten Räumen ab – bei Aufenthalten im Freien ist tagsüber mit 45 bis über 50 °C zu rechnen.

Wo wird das Team in zehn Jahren stehen? Vorerst bleibt die arabische Welt die bedeutendste Region, mit Saudi-Arabien und den Emiraten an erster Stelle. Der Markt ist reifer geworden, die Kunden achten mehr auf Qualität – gut für WACKER. Eine ähnliche Entwicklung prophezeit Sanoabar für Afrika: „Die Menschen dort sind wiss- und lernbegierig.“ Der nächste Flug ist schon gebucht – nach Ghana.