Aufbruchsstimmung - Wacker Chemie AG


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Aufbruchsstimmung

Klein anfangen, groß rauskommen: Dieses Motto zeichnet die WACKER-Tochter DRAWIN aus. Und es trifft ebenso auf Cornelia Pohl und ihr Vertriebsteam zu.

Cornelia Pohl (zweite von links) und ihr Team versorgen Deutschland, Österreich und die Schweiz mit Silicon-Kleingebinden.

Als am 25. Mai 1987 die DRAWIN Vertriebs-GmbH in Riemerling gegründet wird, arbeitet Cornelia Pohl noch als Zahntechnikerin in einem Labor. Mit viel Gefühl für die kleinen Details fertigt sie aus Gipsabdrücken perfekte Zahnkronen. Um vergleichsweise kleine Dinge aus der großen WACKER-Welt geht es zu dieser Zeit auch bei DRAWIN: Die Mitarbeiter dort vertreiben Siliconprodukte in Kleingebinden, von 100-Gramm-Tuben bis zu Fünf-Kilogramm-Eimern. Sie tun das bald so erfolgreich, dass DRAWIN später auch der Vertrieb von größeren Gebinden bis zu 200 kg übertragen wird – ab 1992 startet DRAWIN mit der Fachhandelsfunktion für den Bereich Formenbau.

Cornelia Pohl hat sich inzwischen zur Industriekauffrau weitergebildet. Sie verfügt über technisches Verständnis und eine kaufmännische Ausbildung – und steigt mit diesem Know-how 1993 im Bereich Formenbau bei DRAWIN ein. Hier werden Siliconkautschuke an Kunden verkauft, die sie ganz unterschiedlich verwenden – so etwa für die Herstellung von industriellen Prototypen, von Zierelementen für Fassaden oder von Faserverbundbauteilen für Rennwagen.

Übrigens: Der Name DRAWIN leitet sich aus den Ursprüngen von WACKER ab und besteht aus den Anfangsbuchstaben der Worte: Dr. Alexander Wacker Industrie Nürnberg. Ein Hinweis auf das erste Forschungsunternehmen, das Alexander Wacker 1903 in Nürnberg gegründet hat.

Von Anfang an gehört es zu Cornelia Pohls Aufgaben bei DRAWIN, den Kundenstamm zu erweitern. Heute recherchiert sie dafür im Internet, aber 1993 muss sie sich noch mühsam durch Branchenbücher arbeiten. Und sie fährt zu Messen, wo sie nicht selten Sprüche hört wie: „Mädel, ich hätte gern eine Tasse Kaffee. Und dann bräuchte ich mal einen Kollegen aus der Technik.“ Cornelia Pohls Antwort: „Ich bin für technische Fragen zu unseren Siliconen zuständig – welche Frage darf ich Ihnen denn beantworten?“

Im Jahr 2002 wird Cornelia Pohl die Abteilung Verkauf & Marketing Moldmaking in den deutschsprachigen Ländern übertragen. Damals stellt sie eine Bedingung, die sich heute sonderbar anhören würde: „Ich fahre nur zu den Kunden, wenn ich ein Navigationsgerät im Auto habe.“ Cornelia Pohl kennt sich zwar hervorragend mit Technik aus, nicht aber mit Stadtplänen. „Ich hätte mich ohne Navi hoffnungslos verfahren“, sagt sie, „zum Glück wurde mir mein damaliger Sonderwunsch bewilligt – heute sind Navis ja selbstverständlich.“

Im Laufe der Jahre wird DRAWIN langsam größer. Heute gibt es dort rund 40 Mitarbeiter, die sich um den Vertrieb im In- und Ausland kümmern. „Außerdem“, sagt Cornelia Pohl, „bewegen wir uns sehr erfolgreich in den Fachhandelsfunktionen Industrial Solutions und Rubber. Wir beliefern hier große Luftfahrt,- Elektronik,- oder Maschinenbauunternehmen.“

Die 54-Jährige verbringt inzwischen den größten Teil ihrer Arbeitszeit im Büro, wo sie ihr Team koordiniert und sich zwischendurch mit Themen wie der Chemikalienverbotsverordnung beschäftigt. Wenn sie auf ihre 20 Jahre bei DRAWIN zurückblickt, dann fallen ihr vor allem zwei Dinge auf: „Zum einen hat das Internet die Arbeit viel schneller gemacht. Zum anderen, und das hat sich nicht verändert, hatten wir immer einen sehr starken Zusammenhalt im Team.“