Drachen im Wasser - Wacker Chemie AG


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Drachen im Wasser

Von den Feuerteufeln bis zu den WACKER-Dragons – das WACKER Drachenboot-Team in Nünchritz blickt auf eine bunte, fröhliche und erfolgreiche Geschichte zurück.

In den Sommermonaten trainieren die WACKER-Dragons mindestens einmal wöchentlich. Mit im Bild: Dr. Heike Brandt, (in der ersten Reihe mit Trommel, 3.v.r.), Ulrich Bachmann (hinterste Reihe, 5.v.r.), Roland Kümmig (erste Reihe, 4.v.l.)

Alles beginnt mit einem Brief. Anno 1996 schreibt der Wassersportverein Riesa die Unternehmen der Region an und fragt, ob sie Lust hätten, ein Drachenboot-Team zu gründen. Im Chemiewerk von Nünchritz landet der Brief bei der dortigen Werkfeuerwehr. Einige Zeit später absolvieren die WACKER-Feuerteufel ihr erstes Rennen auf der Elbe – mit rot geschminkten Gesichtern und kleinen, selbstgebastelten Teufelshörnern auf dem Kopf.

Schon bald stoßen Mitarbeiter aus allen Abteilungen zum Drachenboot-Team, das heute 28 Mitglieder zählt. „Vom Labor bis zu den Chemieanlagen sind alle Bereiche vertreten“, sagt Roland Kümmig, 60, der als Teamleiter die Trainingstermine organisiert. Wegen der unterschiedlichen Arbeitszeiten ist das gar nicht so einfach. Aber als „Meister Transport und Logistik“ ist Kümmig der ideale Mann für komplexe Organisationsaufgaben.

Von Mai bis September trainiert das Drachenboot-Team einmal wöchentlich, vor einem Rennen auch zweimal. „Das Boot ist 12,5 Meter lang und es sitzen mindestens 16 Paddler darin“, erzählt Ulrich Bachmann, 56. Der ehemalige Feuerwehrmann und heutige Anlagenfahrer ist seit der ersten Stunde bei den Drachenboot-Rennen dabei.

Die Rennen finden in unterschiedlichen Rennklassen und Distanzen statt. Die Kurzstrecke liegt bei 200 Metern, aber es gibt auch Rennen über 900 Meter und mehr. In der Kategorie Mixed müssen mindestens sechs Damen an den Paddeln sitzen, in der Rennklasse Open spielt das Geschlecht dagegen keine Rolle.

Das Drachenboot, mit dem die Wackerianer schon viele Erfolge eingefahren haben, hat WACKER an den Wassersportverein Riesa gespendet.

Das Drachenboot-Team trainiert durchaus ernsthaft, aber im Vordergrund steht dennoch der Spaß. „Ich muss nicht den größten Pokal nach Hause schleppen“, sagt Dr. Heike Brandt, 35, die seit 1999 dabei ist. Die damalige Auszubildende und heutige Labor- und Abteilungsleiterin in der Zentralen Analytik wird in den ersten Jahren mit dem Nachwuchsteam sogar Sachsenmeisterin.

Außerdem wird sie zweimal zur hübschesten Trommlerin gekürt. Die Trommlerin sitzt ganz vorne im Drachenboot und gibt den Takt vor. „Inzwischen habe ich dort einer jüngeren Kollegin den Vortritt gelassen und stehe als Steuerfrau ganz hinten“, sagt sie. „Oder ich paddle, rechts, links – ich bin universell einsetzbar.“ Einmal erlebt sie mit, wie bei einem Rennen die Sitzbank bricht. Die Paddler rutschen nach innen, der Finalsieg ist dahin. Gefeiert wird hinterher trotzdem.

Insgesamt holen die Drachenboot-Teams von WACKER bei Rennen in Riesa und Leipzig viermal den Sieg, außerdem vier zweite und zwei dritte Plätze – und das bei jeweils 30 bis 50 teilnehmenden Mannschaften.

Das aktuelle Drachenboot-Team geht nicht mehr als Feuerteufel an den Start, sondern trägt den Namen WACKER-Dragons. Trainiert wird mit einem Boot, das Werkleiter Gerd Kunkel höchstpersönlich getauft hat. Im Jahr 2000 malte er die Pupillen in die Drachenaugen an der Bootsspitze und erweckte dadurch den Drachenkopf zum Leben. Das Boot mit dem WACKER-Schriftzug ging dann als Spende an den Wassersportverein Riesa – aber die Wackerianer dürfen es zum Trainieren und für die Rennen ausleihen.