Läufer für das Leben - Wacker Chemie AG


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Läufer für das Leben

Einmal im Jahr lesen sie laut die Namen ihrer Liebsten. Sie haben sie verloren oder sie kämpfen mit einer Krankheit im Endstadium: Der Vater. Die Tochter. Der Nachbar. Die Tante. Für Ben Creech ist es ein bewegender Moment. Er fühlt mit den Angehörigen – und hofft, mit seinem Einsatz dazu beizutragen, dass künftig weniger Opfer zu beklagen sind. Und wenn es nur ein Name ist, der bei der Gedenkstunde nicht genannt werden muss.

Ben Creech hat mit seinem ehrenamtlichen WACKER-Team aus Adrian (Michigan, USA) bereits über 100.000 Dollar für die Krebshilfe gesammelt.

Der Dämon, gegen den Creech kämpft, heißt Krebs. Der Marketing Manager leitet das ehrenamtliche Team, das bei der Wacker Chemical Corporation in Adrian (Michigan, USA) Spenden für die Krebshilfe sammelt. „Relay for Life“, Staffel für das Leben, heißt dieses Programm der American Cancer Society, das der Chirurg Gordon Klatt 1985 gründete, um Gelder für die Krebsforschung zu akquirieren.

Die Spendenbereitschaft bei WACKER sei groß, sagt der 33-Jährige. „Jeder kennt doch Leute, die Krebs haben.“ In den USA geht man Krankheit sehr offen um. Bei Creech ist es die Familie seiner Frau, die betroffen ist.

Creech und sein Relay-Team – rund 15 WACKER-Mitarbeiter und Anwohner von Adrian – lassen sich das ganze Jahr über etwas einfallen, um Spenden zu sammeln. Es gibt den „Chili-Cook-Off“, bei dem sie selbstgekochtes Chili an Kollegen ausgeben, als preiswertes Mittagsmahl. Die Tombola, bei der ein iPad zu gewinnen ist. Den Blumenverkauf zum Muttertag.

Das größte Ereignis ist ein Staffellauf auf der Aschenbahn der Adrian High School, zu der Gruppen aus dem ganzen Bezirk anreisen. Es ist ein 24-Stunden-Lauf zum Fundraising mit Hunderten von Zuschauern, traditionell im August, wenn es so warm ist, dass die Teams zelten können. Die Läufer für den guten Zweck lösen sich ab: laufen – schlafen – laufen – schlafen. Zwischendurch findet die Luminaria-Zeremonie statt, bei der die Teilnehmer Kerzen entzünden und der Krebsopfer gedenken.

Über 100.000 Dollar haben die Aktiven bei WACKER in Adrian über die Jahre hinweg gesammelt. Creech nimmt an den Aktionen teil, seit er 2005 im Werk anfing, als Marketing Analyst in der Polymer-Sparte. Es war sein erster Job nach dem College. Inzwischen koordiniert er das „Relay for Life“-Team bereits seit fünf Jahren ehrenamtlich, aber mit professioneller Planung und Aufgabenverteilung. Lob wehrt er ab: Es seien die Kollegen, die die meiste Arbeit leisten. Immerhin räumt er ein, ein Mensch zu sein, der „gerne anpackt“.

Beim Relay 2013 war WACKER mit mehr als 12.000 Dollar Spendenaufkommen das erfolgreichste Team aus der Gegend. In diesem Jahr soll es noch mehr werden, wünscht sich Creech. Er weiß auch, wie das gehen könnte: Wenn WACKER die jährliche Tombola mit einem Flug nach München bestücken würde. Dann würden Lose gekauft wie verrückt, glaubt Creech, „denn jeder will doch mal nach Deutschland“. Sein Talent für pfiffiges Fundraising hat Creech mit dieser Idee jedenfalls erneut bewiesen.