Ein Inserat mit Folgen - Wacker Chemie AG


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Ein Inserat mit Folgen

Im Jahr 1980 entdeckt Gerhard Brunner eine Stellenanzeige in den Salzburger Nachrichten, die sein Leben stärker beeinflussen sollte als alles, was er sonst in der Zeitung liest: WACKER sucht einen Mitarbeiter für den technischen Verkauf. „Genau dieser Bereich hat mich gereizt“, sagt Brunner heute, „und so bin ich zum Bewerbungsgespräch gefahren“. Mit Erfolg. Er wird genommen und wechselt danach nie wieder den Arbeitgeber.

Gerhard Brunner ist ein erfahrener Experte für Silicone, mit denen Trennpapiere beschichtet werden.

Bis heute arbeitet Gerhard Brunner im technischen Verkauf. Genauer gesagt: Er verkauft als Sales Manager Silicone in Deutschland, Österreich und der Schweiz – und er berät die Kunden bei der richtigen Anwendung. Wer nun aber glaubt, im Arbeitsablauf von Gerhard Brunner hätte sich seit 1980 nicht viel verändert, der irrt gewaltig. „Wenn ich heute 34 Jahre zurückblicke“, sagt Brunner“, „dann kommt es mir vor, als hätte ich in der Steinzeit angefangen.“

Das gilt vor allem für die Kommunikation. Im Salzburger WACKER-Büro gibt es 1980 noch nicht einmal Faxgeräte, sondern nur einen Fernschreiber. Die Kundendatei besteht aus Papierkärtchen und das Telefon hat noch eine Wählscheibe. „Es gab nicht mal eine Wahlwiederholung“, erinnert sich Brunner, „wenn besetzt war, musste ich die komplette Nummer neu wählen – das hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.“ Zu dieser Zeit verkauft er Silicone für alle Anwendungsbereiche, von der Bauindustrie bis zu Spezialanwendungen. Einmal im Jahr fährt er zur „Silicon-Tagung“ nach Burghausen, wo er in einem Saal hinter der Kantine nützliche Tipps von den „alten Hasen“ bekommt. „Das war ein richtig eingeschworener Haufen“, sagt Gerhard Brunner, „und für mich als junger Verkäufer war es sehr spannend, mit dabei zu sein.“

1997 wechselt Brunner vom Büro ins Homeoffice. An drei bis vier Tagen pro Woche besucht er Kunden und arbeitet gar nicht im Büro – trotzdem ist der Wechsel in den Keller seines Hauses eine große Umstellung. „Ich möchte die Zeit im Büro nicht missen“, sagt er heute, „für mich war es sehr wichtig, im Team zu lernen und WACKER-Luft zu schnuppern.“ Und auch sonst verändert sich vieles: Brunner wandelt sich vom Generalisten zum Spezialisten. Heute konzentriert sich der 60-Jährige ganz auf Silicone, mit denen Trennpapiere beschichtet werden. Also zum Beispiel Papiere, aus denen sich Briefmarken oder Fußball-Sammelbilder herauslösen lassen. „Durch diese Spezialisierung kann ich mich noch besser auf meine Kunden konzentrieren“, erklärt Brunner. Für die Zukunft hat Gerhard Brunner noch ein großes Ziel: „Es gibt nur noch einige wenige potenzielle Kunden, die noch nicht bei WACKER kaufen“, sagt er, „und die möchte ich in den kommenden Jahren gerne auch noch gewinnen“.

Für den Vater von fünf inzwischen erwachsenen Kindern und Großvater von zehn Enkelkindern ist klar: Er wird bis zur Pensionierung bei WACKER bleiben. Die Stellenanzeige von 1980 hat er sich bis heute aufgehoben.