Der Bienenfänger - Wacker Chemie AG


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Der Bienenfänger

Der Anruf von der Werkfeuerwehr kommt gegen 15 Uhr: „Eine Bienen-traube hängt direkt unter dem Durchgang an der Haupteingangspforte.“ Maximilian Fischer, Operator und stellvertretender Schichtführer bei WACKER POLYMERS, weiß, was jetzt zu tun ist. Zuerst bittet er einen Kollegen, seinen Platz vor den Monitoren zu übernehmen, an denen er Destillationsanlagen betreut und steuert. Dann holt er seinen weißen Schutzanzug, schlüpft hinein, zieht sich einen Bienenschleier über den Kopf und macht sich auf den Weg zum Haupteingang.

Wenn es darum geht, einen herrenlosen Bienenschwarm einzufangen, ruft die WACKER-Werkfeuerwehr den Hobby-Imker Maximilian Fischer (3. v. r. im hellen Schutzanzug) zu Hilfe.

Dort geht alles ziemlich schnell. Maximilian Fischer greift beherzt nach der Bienentraube und stößt sie in einen Fangsack. Natürlich fliegen etliche Bienen weg, aber die meisten kann Fischer in die Beute umfüllen, einen Holzkasten, der als Bienenwohnung dient.

Die entscheidende Frage lautet jetzt: Hat Maximilian Fischer die Königin erwischt? Falls nicht, dann werden die Bienen die Beute wieder verlassen und irgendwo anders im Werk eine neue Traube bilden. Fast immer schwärmen die Bienen im Mai oder Juni aus, weil zu dieser Zeit oft eine neue Königin herangewachsen ist – die alte Königin flieht dann mit einem Teil ihres Bienenvolks.

Bei dem Einsatz im Sommer 2013 hat Maximilian Fischer Glück. Die Königin, die länger und schlanker ist als die Arbeitsbienen, sitzt in der Beute – und in den nächsten drei Stunden kehren auch die Bienen dorthin zurück, die vorhin weggeflogen sind. Gegen 18 Uhr verschließt Fischer den Holzkasten und transportiert ihn zu seinem Bienenhaus, das rund drei Kilometer entfernt liegt. Die Bienen mitsamt der Königin gehören nun ihm – damit besitzt er insgesamt acht Bienenvölker.

Mit dem Bienenschleier schützt sich Maximilian Fischer vor Stichen der kleinen Honigproduzenten.

Das Besondere an WACKER, findet der 55-Jährige, ist dies: „Es ist ein sehr soziales und bodenständiges Unternehmen“ – das zeige sich auch beim Umgang mit den Bienen. Sie werden nicht einfach ausgeräuchert, sondern bekommen ein neues Zuhause bei Maximilian Fischer, der neben der Imkerei noch eine zweite Leidenschaft hat: „Ich bin Sicherheitsbeauftragter bei WACKER. Das hat mich wirklich geprägt, ich setze mich aus Überzeugung für Sicherheit und Umwelt ein.“

Die Imkerei hat Maximilian Fischer vor acht Jahren von seinem Schwiegervater übernommen. Seither wurde er rund vierzig Mal von einer Biene gestochen, meistens im Knöchelbereich. Aber nicht die Stiche sind das Problem bei der Bienenhaltung, sondern die Milben. In guten Jahren erntet Fischer bis zu 80 Kilogramm Honig, in schlechten gibt es überhaupt keinen. „Am meisten macht mir die Varroa-Milbe zu schaffen“, erzählt Fischer, „aber man kann sie zum Glück mit Ameisensäure behandeln. Auch da kommt die Chemie zum Einsatz – WACKER sei Dank.“