Der Buskönig - Wacker Chemie AG


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Der Buskönig

Tag für Tag kommen Tausende von Mitarbeitern im Werk Burghausen bequem, pünktlich und umweltschonend in die Arbeit – mit dem Bus. Seit 65 Jahren bietet WACKER für die Belegschaft im Stammwerk einen Buszubringerdienst an. Organisiert wird das logistische Großunternehmen von Alois Moick.

Alois Moick organisiert am Standort Burghausen den Buszubringerdienst – und führt damit als „Buskönig“ ein logistisches Großunternehmen.

Pünktlich um 16:10 Uhr startet die Kolonne. Als erstes macht sich Bus Nr. 1 Richtung Österreich auf den Weg. 37 große Reisebusse folgen ihm in einer langen Kolonne vom Busparkplatz zur Westpforte. Keine fünf Minuten später ist der Spuk vorbei. Der Parkplatz liegt leer in der Nachmittagssonne – und ein Großteil der Wackerianer ist auf dem Nachhauseweg.

Die Hälfte der Belegschaft am Standort nutzt die Buszubringer. „Vom Schichtarbeiter bis zu den Doktoren“, erzählt Alois Moick stolz. Der 59-Jährige ist der Herr über Linien und Fahrpläne. Sein interner Spitzname: Buskönig. Natürlich kommt Alois Moick selbst mit dem Bus in die Arbeit. Seit 44 Jahren.

Ursprünglich hatte Moick nach der Hauptschule eine Lehre als Betriebsschlosser gemacht. Später arbeitete er als Schlosser und Schweißer im Werk. Danach war Moick lange Zeit freigestellter Betriebsrat. Seit 1999 ist er für den Busbetrieb zuständig. Für ihn eine Herzensangelegenheit: „Mein Vater war LKW-Fahrer, große Fahrzeuge haben mich schon immer begeistert“, erzählt er.

In Alois Moicks Büro hängt eine große Karte an der Wand. Mit Wollfäden und Stecknadeln sind die Haltestellen der Buslinien markiert.

Seither ist Moick so etwas wie ein Unternehmen im Unternehmen. Damit WACKER eine Konzession für den Busbetrieb bekam, musste der joviale Bayer mit dem grauen Schnauzbart eine Busunternehmer-Prüfung ablegen. Heute reicht er bei den Behörden Linienpläne ein und plant neue Haltestellen. Er kümmert sich auch um die Sicherheitsschulungen für die 280 Fahrer der zehn Busunternehmen, die im Auftrag von WACKER fahren. Außerdem tüftelt er Fahrplanänderungen aus, wenn etwa wegen einer Baustelle Strecken gesperrt sind. Die Sanierung der B12 vor zwei Jahren hat den Bus-Beauftragten einige graue Haare gekostet, erzählt er schmunzelnd.

Im Laufe der Jahre hat Alois Moick durch die Streckenplanung auch ein gutes Gespür für den Strukturwandel in der Region bekommen. „Früher kam die Hälfte aller Lehrlinge aus Österreich“, erzählt er. „Zum Jahresende werden zwei Routen in weiter entfernte österreichische Orte stillgelegt“, erklärt Moick. „Die älteren Mitarbeiter gehen in den Ruhestand, die jüngeren Leute haben dort mittlerweile gut bezahlte Jobs in der Nähe und kommen nicht mehr unbedingt nach Bayern wie früher“, erzählt er. Dafür pendelten immer mehr Mitarbeiter aus Niederbayern zu WACKER.

In Moicks Büro hängt eine große Karte an der Wand. Mit Wollfäden und Stecknadeln sind alle Linien und Haltestellen markiert. Bis zu 50 Kilometer fahren die komfortablen Reisebusse, um Mitarbeiter einzusammeln. „Da muss der Bus schon ruhig und gut klimatisiert fahren“, sagt Alois Moick. „Schließlich wollen die Schichtarbeiter gerne morgens noch ein paar Minuten schlafen.“