Gemeinschaftsgeist in der Kulturhauptstadt - Wacker Chemie AG


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Gemeinschaftsgeist in der Kulturhauptstadt

Eine lange Tradition als Industriestadt, qualifizierte Arbeitskräfte, eine Universität. Und jetzt auch noch die Auszeichnung als Kulturhauptstadt Europas 2015. „Einen besseren Standort für unser Werk hätte WACKER kaum finden können“, meint Zbynek Bohmann.

In der Produktion am Standort Pilsen: (hinten von links) František Gergeľ, Jan Pascher, Vítězslav Cízl, Erik Bielek; (sitzend von links) Milan Šimek, Miroslav Spitzbart; (vorn von links) Miroslav Jíša, Václav Hradecký, Gabriel Turčina und Ondřej Blažek.

Die Rede ist von Pilsen, mit 170.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Tschechiens. Seit 2007 fertigt WACKER CHEMIE dort Siliconkautschuk-Mischungen. Das Werk liegt an der Peripherie, rund 15 Autominuten von der Innenstadt entfernt. Bohmann ist der Chef, ein 46 Jahre alter Maschinenbauingenieur, im April 2010 zu WACKER gestoßen.

Seinem Team gehören 46 Mitarbeiter an, die meisten arbeiten in der Produktion. Das verlangt körperlichen Einsatz. Das Rohmaterial kommt in Tranchen, die zwischen sechs und 20 Kilo wiegen, scherzhaft „Schweinehälften“ genannt. „Die Kollegen bewegen täglich Tonnen“, sagt Bohmann.

Hauptabnehmer sind Autozulieferer in Europa und Übersee, die aus dem Grundstoff unter anderem Turbolade-Schläuche fertigen, und Energiedienstleister, die ihn für Kabel und Isolatoren verwenden. „Unser Produktionsvolumen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, und 2014 sieht es auch sehr gut aus“, freut sich Bohmann.

Die Anlagen sind auf dem neuesten Stand; Pilsen war der erste Auslandsstandort, der die Vorgaben des WACKER-internen ANSIKO-Programms zur Maschinensicherheit erfüllte. Am 17. Juni 2013 erreichte das Werk Pilsen die Marke von 1.000 unfallfreien Tagen, was die Belegschaft mit einer Grillparty feierte. Getrunken wurde, na klar, Pilsner Urquell.

Herzlich willkommen am Standort Pilsen bei: (von links) Zbyněk Bohmann, Petr Seman, Miroslav Jíša, Slavka Suchá, Jiří Hozda, Jiří Šilhánek, Naďa Suková und Tamara Petreková.

Ohnehin hat Team Pilsen Gemeinschaftsgeist. Alle drei Monate geht es zum Kegeln, einmal im Jahr zum Kanu-Wochenende. Die Tradition hat Bohmann von seinem Vorgänger Erich Schaffer übernommen, der das Werk aufbaute und heute als Technologiemanager in München arbeitet. Dieses Jahr hat sich das Team die Otava ausgesucht, einen Fluss, der im Böhmerwald entspringt und in die Moldau mündet. Mit einem Dutzend Booten waren sie unterwegs sein und übernachteten in Zelten.

Tamara Petreková, von Anfang an dabei und für die Produktionsplanung zuständig, findet solche Aktionen gut. „Es ist wichtig, dass man sich versteht“, sagt sie. „Schließlich verbringt man viel Zeit in der Firma.“ Es fördert auch Zusammenhalt und Verantwortungsgefühl – wichtig für ein vergleichsweise kleines Team, das im Produktionsalltag weitgehend auf sich selbst gestellt ist. „Gemeinsam meistern wir jede Situation“, sagt Bohmann.

Im nächsten Jahr ist Pilsen „Kulturhauptstadt Europas“ – ein Titel, den die Europäische Union verleiht. Hunderte von kleinen und großen Veranstaltungen wird es geben, vom Straßentheater über Seiltanz bis zum Barockkonzert. Einen Vorgeschmack gibt es diesen Herbst mit einer „magischen Manege“ auf dem Platz der Republik.

Für Bohmann wird das Spektakel ein Anlass sein, Kunden einzuladen. Die meisten waren zuletzt da, als der Standort eingeweiht wurde, und so wird der Chef zeigen können, wie viel sich seither verändert hat: „Sie werden unsere Produktivitätssteigerung spüren.“