Sportler, die Brücken bauen - Wacker Chemie AG


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Sportler, die Brücken bauen

Auf so ein Angebot wäre jeder Sportclub stolz: Jogging und Hallenfußball („Futsal“), Badminton-, Darts- und Tischtennisturniere, Kegelabende und Wanderungen. Und, um den Zusammenhalt im Club zu stärken, zwischendurch auch mal ein gemeinsamer Kinobesuch oder ein Ausflug zu einer Farm.

Ziel des Sports and Recreation Committee (SRC) in Singapur: den Teamgeist stärken und dazu beitragen, dass die Kollegen mit Spaß und Energie zur Arbeit gehen.

Nur dass dieses Programm nicht von einem Verein, sondern von einem Unternehmen geboten wird: der WACKER-Tochter Siltronic in Singapur. Zielgruppe sind die eigenen Angestellten. „Wir wollen den Teamgeist stärken und dazu beitragen, dass die Kollegen mit Spaß und Energie zur Arbeit gehen“, sagt William Low. Er ist Chairman des Sports and Recreation Committee, kurz SRC, in dem sich 25 Kollegen engagieren.

Seit 2007 arbeitet der gebürtige Singapurer bei Siltronic. Der 42-jährige IT-Ingenieur kümmert sich bei der WACKER-Tochter um Prozess- und Produktionsautomation. Anfang dieses Jahres ernannte ihn das Management zum Leiter des SRC. Warum gerade ihn? Er weiß es nicht. „Vielleicht ein Test?“, sagt er lachend.

Seine Vorgesetzten werden gewusst haben, dass Low mit Menschen umgehen kann und Aufgaben gewissenhaft erledigt. Jeden Monat gibt es mindestens eine Sportveranstaltung, was geplant und organisiert sein will – ein erheblicher Aufwand für den Chairman. Doch er ist seiner neuen Aufgabe sehr zufrieden: „Ich lerne viel bei der Zusammenarbeit mit den Kollegen. Und es ist ein schönes Gefühl, wenn wir erfolgreich sind.“

Zumal das SRC wichtige Brücken baut. Im Juli wurde die Produktion von 200 mm und 300 mm Siliciumwafern fusioniert, über 1.000 Kollegen arbeiten seither unter einem Dach. Das Sportkomitee war das erste Gremium, das Angestellte beider Werke einbezog – noch vor der formellen Zusammenführung. Chairman Low und sein Komitee tragen also ganz nebenbei auch noch Verantwortung als Integrationsmanager.

William Low (ganz rechts) mit (von links) Lawrence Lee, Siantar Suparman, Sebastian Low, Cammy Lai, Huey Jing Yong, Eka Viviantira, Hong Chan Chuah und Ramesh Palani.

Sie machten ihre Sache gut: An den ersten sechs Veranstaltungen in diesem Jahr nahmen fast 500 Kollegen teil. Ein Höhepunkt war im August eine Wanderung in Singapurs MacRitchie Reservoir Park, mit dem berühmten Tree Top Walk, eine 250 Meter lange, schmale Hängebrücke über den Wipfeln der Bäume. Viele Mitarbeiter kamen und brachten ihre Familien mit.

Sind die Einwohner von Singapur generell besonders sportlich? „Zumindest hat fast jeder, den ich kenne, einen Lieblingssport“, sagt Low. Für ihn erklärt sich die Freude an der Bewegung auch mit dem stressigen Leben in der geschäftigen Metropole: „Sport ist da ein guter Ausgleich.“ Low selbst ist ein Multitalent; er schwimmt, läuft, spielt Tischtennis und Badminton. Bei den Veranstaltungen, die das SRC organisiert, kann er allerdings selten selbst aktiv sein: „Ich muss aufpassen, dass alles läuft wie geplant.“

Nach jeder Veranstaltung erstellt das SRC PowerPoint-Präsentationen, die auf Bildschirmen in Foyer und Kantine laufen. Für die, die dabei waren, ist es eine Ehre – und für die Nicht-Teilnehmer Ansporn, hofft Low: „Da sehen die Kollegen, was sie verpasst haben. Das motiviert sie, beim nächsten Mal selbst dabei zu sein.“