Lösungen, die funktionieren - Wacker Chemie AG


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Lösungen, die funktionieren

Eigentlich sollte sie einen geeigneten Kandidaten für die Position des Betriebs- und Instandhaltungsingenieurs finden. Doch schon nach kurzer Zeit war klar: Die ideale Besetzung, das war sie selbst. Seit Januar 2013 leitet Glynda Thompson bei WACKER POLYMERS in Calvert City (Kentucky) die Ingenieur- und Instandhaltungsabteilung mit mehr als 30 Mitarbeitern.

Amanda Smith, Glynda Thompson, Stacey Bridges (1. Reihe, vlnr.) und die Kollegen aus der Ingenieur- und Instandhaltungsabteilung tun viel für Diversity bei WACKER.

Thompson hat die Verantwortung gern übernommen. „Es ist ein interessanter, vielfältiger Job. Der schönste Teil: Ich kann die Kollegen unterstützen und ihre Arbeitsbedingungen verbessern, indem wir eng zusammenarbeiten und gute Ansätze immer noch weiter verfeinern.“

Eine Frau als Chef – das gibt es nun häufiger, da qualifizierte und erfahrene Frauen immer öfter Managementpositionen erreichen und Karriere machen. Tatsächlich sind auch zwei von Thompsons Teamleitern Frauen: Amanda Smith, Maschinenbauingenieurin, und Stacy Bridges, Chemieingenieurin.

Wenn Frauen und Männer zusammenarbeiten, ist das für Thompson die Chance, verschiedene Perspektiven zu vereinen. Es dient ihrer Meinung nach auch dem Firmenziel, ein sicheres, produktives und effizientes Arbeitsumfeld zu bieten: „Verschiedenste Blickwinkel sind die ideale Voraussetzung, um die Produktivität zu steigern.“

Auf die Frage, worin die Unterschiede bestehen, antwortet Thompson ganz unbefangen. Ihre Erfahrung sei, dass Frauen und Männer gemeinsame Ziele verfolgen, sich den Zielen aber aus verschiedenen Richtungen annäherten. Eine solche Zusammenarbeit fördere die Kreativität und einen offenen Dialog unter den Kollegen. So entständen oft Lösungen, die funktionieren – und die sich nicht auf den ersten Blick ergeben hätten.

Als sie die Abteilung übernahm, führte sie mit jedem ihrer Mitarbeiter ein Gespräch – darüber, wo sie ihre Stärken sahen und welche Unterstützung sie sich wünschten. Und weil sie weiß, wie neue Vorgesetzte verunsichern können, stellte sie sich ihrem Team nicht nur als Teamleiterin vor, sondern auch als Mensch mit kleinen Schwächen – für Nuss-Schokoriegel zum Beispiel. Heute findet sie auf ihrem Schreibtisch gelegentlich einen Schokoriegel – Beleg dafür, dass ihr kooperativer Führungsstil ankommt.

Auch sonst hat sich in Calvert City einiges verändert. „Die Aufgaben sind klarer verteilt“, findet Teamleiterin Bridges. Thompson kann nicht nur gut mit Menschen umgehen, sondern auch Organisationsstrukturen gut managen. So verpasste sie ihrer Abteilung einen neuen Zuschnitt, der besser zu den Abläufen im WACKER-Konzern passt, der das frühere Air-Products-Werk 2008 übernahm. Die Analyse von Prozessen lernte sie in ihrem früheren Job als Produktivitätsmanagerin.

Seit sieben Jahren arbeitet sie jetzt in Calvert City, einem kleinen Ort mit 3.000 Einwohnern, umgeben von Flüssen und Seen. Die Natur dort bietet großartige Bedingungen fürs Wandern und Fischen. Die nächste Großstadt, Nashville in Tennessee, liegt knapp 200 Kilometer entfernt.

Thompson, die im ländlichen Kentucky aufgewachsen ist, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in einem Dorf namens Fancy Farm. Mit ihrem roten Chevy Impala pendelt sie jeden Tag insgesamt 130 Kilometer – nicht ungewöhnlich im ländlichen Amerika. „In Burghausen kommt man zu Fuß fast überall hin“, weiß sie von einem Deutschland-Besuch, „wir wären ohne Auto aufgeschmissen.“ Immerhin: Verkehrsstaus gibt es nicht.