Fotografen mit Herzblut - Wacker Chemie AG


Wir sind WACKER

Fotografen mit Herzblut

„Was macht ihr eigentlich den ganzen Tag über?“ Diese Frage hören Georg Willmerdinger, Steffen Wirtgen und Achim Zeller immer wieder. Und manchmal bekommen die drei WACKER-Fotografen auch gleich die Antwort geliefert: „Ein paar Fotos knipsen, hochladen, verschicken – ihr habt‘s vielleicht gut.“ Doch wer ernsthaft glaubt, die drei hätten einen gemütlichen, stressfreien Arbeitsalltag, der irrt gewaltig.

Die WACKER-Fotografen haben die meisten Fotos zur Jubiläumsportraitserie „Wir sind WACKER“ gemacht und auch alle internationalen Bilder dieser Serie bearbeitet. Hier auf dem Foto mit Selbstauslöser sind sie mal selbst zu sehen: (von links) Steffen Wirtgen, Achim Zeller und Georg Willmerdinger.

Einige tausend Fotos machen die drei Werkfotografen pro Jahr. Darunter Passfotos für Visa und Intranet, Fotos für Produktbroschüren, für Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, für interne Dokumentationen, für Präsentationen, die Mitarbeiterzeitschrift und, und, und. Alle drei stehen auch für die „Wir-sind-WACKER-Fotos“ der Jubiläumsporträtserie hinter der Kamera.

„Nach dem Fotografieren fängt die Arbeit erst richtig an“, sagt Achim Zeller. Der Kellerraum am Standort Burghausen, in dem der 44-Jährige arbeitet, war früher eine Dunkelkammer. Heute stehen dort Computer und kalibrierter Bildschirm, an dem er die Bilder auswählt und bearbeitet. „Diese Nachbearbeitung ist bei manch einem Shooting umfangreicher und aufwändiger als das Fotografieren selbst“, ergänzt Steffen Wirtgen, 47, der in der Münchner Hauptverwaltung über ein professionell ausgestattetes Fotostudio verfügt. Dort kann es schon mal vorkommen, dass er einen kompletten Arbeitstag für ein anspruchsvolles Motiv, zum Beispiel von einem WACKER-Produkt, benötigt.

Meistens aber muss es viel schneller gehen. Beim bayerischen Landeswettbewerb 2014 von „Jugend forscht“ zum Beispiel blieben den Fotografen genau drei Minuten pro Teilnehmer. „Wir haben vorab alle 86 Teilnehmer fotografiert, damit wir später gleich das Siegerfoto parat hatten“, sagt Georg Willmerdinger, 47. Noch anstrengender wird es für die Fotografen, wenn wichtige Veranstaltungen anstehen. „Da gehen wir oft mit erhöhtem Puls rein und denken uns, hoffentlich drücken wir genau im entscheidenden Moment auf den Auslöser, in dem sich die Situation möglichst perfekt darstellt“, sagen die Fotografen

Zwar ermöglicht es die digitale Fotografie in kurzer Zeit wesentlich mehr Bilder zu machen als früher, wo Film, Filmentwicklung und Kontaktbogen noch Kosten und Zeit bedeuteten. Allerdings hat es die Handhabung der heutigen Bild- und Datenmengen auch in sich: Die Fotografen müssen jedes Foto begutachten, die Entscheidung zwischen aufheben und löschen treffen, Auswahlen erstellen, Freigaben einholen, Bilder nachbearbeiten sowie Bildinformationen erfassen, um die Bilder dann in der Bilddatenbank so zu archivieren, dass man sie bei Bedarf schnell findet. Auch die Thematik der Langzeitarchivierung rückt immer mehr in den Fokus. „Mittlerweile enthält unser Ordner rund 19.000 Bilder“, so Steffen Wirtgen, „die gesamte Bilddatenbank umfasst knapp 30.000 Bilder“. Noch nicht mit eingerechnet ist die bisherige Bilddatenablage auf einem Wacker-Serverlaufwerk …

Jeder der drei WACKER-Fotografen hat Fotos gemacht, in denen besonders viel Herzblut steckt. Bei Steffen Wirtgen ist es das Titelfoto eines Geschäftsberichts oder Produktmotive, die er mit großem Organisationsaufwand und der Unterstützung der Kollegen aus Burghausen aus drei Metern Höhe, in der Halle des dortigen Belegschaftshauses aufgenommen hat. Bei Achim Zeller sind es Fotos, die an ungewöhnlichen Orten entstanden sind – etwa die ETONIS®-Produktanwendung im Druckwasserstollen eines Wasserkraftwerks in den Alpen oder Dokumentationen im Kran-Korb in luftiger Höhe über dem Werk schwebend. Bei Georg Willmerdinger ist es das Foto zum Jubiläumsporträt vom 13. März 2014: „Kite – mehr als ein Drachen“. Wie bei jedem Porträtfoto wollte Willmerdinger in das Foto Elemente aus dem Text aufnehmen. In diesem Fall einen Flugdrachen. Der Leiter Technische Serviceleistungen, Günther Reithmeier vom Standort Burghausen, hatte richtig Spaß an den Aufnahmen – und Georg Willmerdinger ein originelles Foto im Kasten.

Zu den wichtigen Projekten der WACKER-Fotografen zählt die Chronik zu 100 Jahren WACKER. Hier waren sie mit der Bildbearbeitung betraut. „Im Archivraum haben wir Zugang zu alten Glasnegativen, die bis ins Jahr 1914 zurückgehen“, sagt Achim Zeller, „da sind richtige Schätze dabei“ – so etwa historische Aufnahmen des Werkgeländes oder ein Porträt des Firmengründers Alexander Wacker.