Schule gibt Halt in schweren Zeiten

Gressier, 10.05.2022

In Haiti leben 80 Prozent der Bevölkerung von weniger als zwei US-Dollar am Tag. Unter Armut leiden vor allem die Kinder. Die vom WACKER HILFSFONDS unterstützte Schule in Gressier eröffnet ihnen Zugang zu Bildung und ebnet damit den Weg zu besseren Zukunftsperspektiven.

Die Don-Bosco-Schule in Haiti genießt einen hervorragenden Ruf, erhält jedoch als Privatschule keine Förderung des Staats. Sie muss über Schulgebühren finanziert werden, die sich die meisten Familien nicht leisten können. Deshalb ein großes Dankeschön an den WACKER HILFSFONDS, der mit seinen Spenden den Schulbetrieb ermöglicht. (Foto: Copyright Don Bosco Mondo e.V.)

Um der Bildungsarmut in Haiti entgegenzuwirken, haben die Salesianer Don Boscos SDB in Gressier, rund 25 Kilometer von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt, die Don-Bosco-Schule Riobé errichtet. Sie wurde durch das verheerende Erdbeben im Jahr 2010 zerstört und mit Unterstützung des WACKER HILFSFONDS und weiterer Förderer neu errichtet. Seither müssen die Menschen ihre Lebensgrundlagen immer wieder von Neuem aufbauen, denn häufig auftretende Wirbelstürme und Erdbeben verursachen weiterhin Zerstörung und Armut.

Durch Mangel an Nahrungsmitteln, schlechte hygienische Verhältnisse und fehlenden Zugang zu sauberem Trinkwasser liegt die Kindersterblichkeit in Haiti bei 6,1 Prozent. Viele Eltern können sich den Schulbesuch ihrer Kinder nicht leisten. Um die Familie finanziell zu unterstützen, gehen viele Kinder arbeiten. Ihnen bleiben ohne Zugang zu Bildung jegliche Zukunftsperspektiven verwehrt. Umso wichtiger, dass im vergangenen Schuljahr insgesamt 1.165 Mädchen und Jungen vom Kindergartenalter bis zum Abitur die Bildungsangebote der Don-Bosco-Schule nutzen konnten – dank Unterstützung des WACKER HILFSFONDS, der den laufenden Betrieb der Schule und die Schulspeisung finanziert.

Nach den pandemiebedingten Einschränkungen litt der Schulbetrieb nun unter der angespannten Sicherheitslage in Haiti. Das Schuljahr startete verspätet; nach der Ermordung des Präsidenten im Juli wurde der Unterricht verfrüht eingestellt. Die Lehrer kamen weiterhin in die Schule, um Prüfungsbögen zu korrigieren und das neue Schuljahr vorzubereiten. Trotz verkürztem Schuljahr engagieren sie sich unermüdlich, den durch die Corona-Lockdowns versäumten Lernstoff aufzuholen. Freizeitangebote wie Fuß- und Volleyball sowie die Schulband tragen dazu bei, die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Auch wurden einige Feste mit den Schülern gefeiert, um ihnen einerseits ein Stück Leichtigkeit und andererseits Lernaspekte zu vermitteln, beispielsweise zu kulturellen Bräuchen und landestypischen Obst- und Gemüsesorten beim Fest der Landwirtschaft. Am „Tag des Lehrers“ im Mai bereiteten Eltern Speisen zu, die von Schülern, die an Kochkursen teilgenommen hatten, serviert wurden.

Mittlerweile arbeiten zwei Krankenschwestern an der Schule, die bei medizinischen Notfällen helfen und die Kinder über Gesundheitsthemen, insbesondere COVID-19, aufklären. Der ehemalige Schulleiter Pater Gerald Jeannot SDB verstarb leider im Juni 2021 an Corona. Sein Nachfolger Pater Francois Bony SDB motiviert Schüler, Lehrer und ebenso die Eltern, die Wissenslücken nach den pandemiebedingten Lockdowns zu schließen. Ferienkurse und Prüfungsvorbereitungen trugen dazu bei, den Lehrplan aufzuholen und die Durchfallquote der Absolventen gering zu halten.

„Alles in allem ist es ein weiter Weg, bis die Schülerinnen und Schüler maximale Leistungen erbringen können – bedingt durch die schwiegen wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen in Haiti“, berichtet Claudia Ebinger, Projektreferentin von Don Bosco Mondo e.V. in Bonn. „Der Unterricht im Schulzentrum und die tägliche warme Mahlzeit fördern nicht nur die Entwicklung der Kinder, sondern geben ihnen und ihren Familien Halt im schweren Alltag.“

Mirko Kappelhoff, Stiftungsvorstand des WACKER HILFSFONDS, dankt allen, die durch ihre Spenden zum laufenden Betrieb der Schule beitragen. Maßgeblich dazu ist das Cent-Spendenprogramm des WACKER HILFSFONDS, betont Mirko Kappelhoff: „Mit der kleinen Spende einer monatlichen Abrundung um ein paar Cent auf der Gehaltsüberweisung kann jeder, der beim Cent-Spendenprogramm mitmacht, zu etwas Großem beitragen.“

Impressionen vom Unterricht und der Schulspeisung in Gressier. (Fotos: Copyright Don Bosco Mondo e.V.)

Am Cent-Spendenprogramm des WACKER HILFSFONDS nehmen rund 4.600 Mitarbeiter teil. Damit sichern sie den laufenden Betrieb der Schulen, die von der Stiftung unterstützt werden. Mit geringen Beträgen kann jeder Mitarbeiter in Deutschland dazu beitragen, dass die Mittel für nachhaltige Unterstützung auch künftig zur Verfügung stehen. Wie das geht? Indem der Mitarbeiter einwilligt, seine monatliche Gehaltszahlung auf den nächstniedrigeren Eurobetrag abzurunden. Die übrigen Cent-Beträge werden dem WACKER HILFSFONDS gespendet. Die teilnehmenden Mitarbeiter spenden pro Monat durchschnittlich 50 Cent.

Wer helfen möchte, hier das Spendenkonto des WACKER HILFSFONDS bei der Bayerischen Landesbank München:

IBAN DE59 7005 0000‎ 0003 3333 33

BIC BYLADEMMXXX

Bitte vermerken Sie auf dem Überweisungsträger Ihren Namen und Ihre Anschrift (Mitarbeiter die Personalnummer). Die Stiftung stellt Spendenbescheinigungen aus, die in Deutschland steuerlich geltend gemacht werden können. Der WACKER HILFSFONDS dankt für jede Unterstützung und stellt im ersten Quartal jedes neuen Jahres Spendenbescheinigungen aus.

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