Ziele bis 2030: WACKER beschleunigt Wachstum bei hoher Ertragskraft

  • WACKER STELLT AUF KAPITALMARKTTAG WACHSTUMSZIELE BIS ZUM JAHR 2030 VOR
  • STRATEGISCHE AUSRICHTUNG AUF BESCHLEUNIGTES WACHSTUM AUF BASIS HOHER KUNDENNACHFRAGE
  • WACHSTUM WIRD VERDOPPELT, UMSATZ SOLL AUF ÜBER 10 MRD. € STEIGEN, EBITDA-MARGE SOLL BEI ÜBER 20 PROZENT LIEGEN
  • KONSEQUENTE SPEZIALITÄTENSTRATEGIE IN DEN CHEMIEBEREICHEN, FORCIERTER AUSBAU DER BIOTECHNOLOGIE-AKTIVITÄTEN, FOKUS AUF HALBLEITERANWENDUNGEN IM BEREICH POLYSILICIUM
  • NACHHALTIGKEIT IM PRODUKTPORTFOLIO ALS WESENTLICHER TREIBER FÜR KÜNFTIGES WACHSTUM
  • VORSTANDSCHEF CHRISTIAN HARTEL: „AUF BASIS DER HOHEN KUNDENNACHFRAGE BESCHLEUNIGEN WIR UNSER WACHSTUM UND ERHÖHEN DAFÜR DIE INVESTITIONEN. WIR HABEN UNS AMBITIONIERTE ZIELE GESETZT: UNSER HISTORISCHES WACHSTUM WOLLEN WIR VERDOPPELN, BEI GLEICHZEITIG HOHER PROFITABILITÄT UND KAPITALRENDITE.“

München, 29.03.2022

Die Wacker Chemie AG stellt heute im Rahmen eines Kapitalmarkttages in London ihre neuen strategischen Wachstumsziele vor. Bis zum Jahr 2030 soll der Umsatz signifikant steigen bei gleichzeitig hoher Ertragskraft. Das jährliche Umsatzwachstum, das sich aus höheren Mengen und einem besseren Produktmix ergibt, soll künftig um den Faktor 1,5 bis 2,0 über der historischen Rate von vier bis fünf Prozent pro Jahr liegen. Im Jahr 2030 soll ein Umsatz von über 10 Mrd. € erwirtschaftet werden.

Bei der EBITDA-Marge peilt WACKER bis zum Ende des Jahrzehnts einen Wert von über 20 Prozent an. Gemessen am eingesetzten Kapital setzt sich das Unternehmen neue und anspruchsvolle Ziele. Bei der Kapitalrendite (ROCE, Return on Capital Employed) will der Konzern die Kapitalkosten zwei Mal verdienen. Die Kapitalkosten vor Steuern lagen im Jahr 2021 bei zehn Prozent. Basis der Wachstumsstrategie ist die hohe Kundennachfrage vor allem in den Chemiebereichen, die WACKER konsequent bedienen möchte. Das Thema „Nachhaltigkeit“ spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten steigt stetig. Der Anteil dieser Produkte am Portfolio liegt bereits heute bei mehr als zwei Dritteln und soll sich in den kommenden Jahren noch stärker zum Umsatz- und Ergebnistreiber im Konzern entwickeln. Gleichzeitig investiert WACKER, um bis 2030 seine absoluten CO2-Emissionen um 50 Prozent zu reduzieren.

„WACKER befindet sich seit dem vergangenen Jahr wieder auf Wachstumskurs. Wir haben 2021 mit einem Rekordumsatz und einem starken Ergebnis abgeschlossen – trotz des Gegenwinds bei Rohstoffen und Energie. Diese Dynamik wollen wir beibehalten und stellen nun aktiv die Weichen für beschleunigtes Wachstum in der Zukunft“, kündigte WACKER-Vorstandschef Christian Hartel an. Mit den neuen strategischen Wachstumszielen beendet der Münchner Chemiekonzern die seit dem Jahr 2013 andauernde „Leverage-Phase“ mit Investitionen unterhalb der Abschreibungen. „Wir sind hervorragend positioniert, um unser Ziel für beschleunigtes Wachstum umzusetzen. Wir haben die richtigen Produkte und Lösungen. Wir haben eine kompetente und engagierte Mannschaft. Wir helfen unseren Kunden dabei, nachhaltiger zu werden. Wir haben eine solide finanzielle Aufstellung. Das ist die Basis für unseren Erfolg“, so der Vorstandsvorsitzende. „In den Chemiebereichen konzentrieren wir uns auf Spezialitäten und erzielen damit hohe Margen. Im Bereich Biotechnologie haben wir unser Portfolio über Innovationen und Zukäufe ausgebaut und uns als starker und verlässlicher Partner in vielversprechenden Wachstumsmärkten etabliert. Im Bereich Polysilicium sind wir weltweit führend, was Qualität und Effizienz angeht – das gilt für Polysilicium für die Halbleiterindustrie wie auch für Solaranwendungen“, erläuterte Hartel. Gleichzeitig sei das Unternehmen auf der Kostenseite sehr gut aufgestellt. „Zahlreiche Effizienzprogramme haben zu einer guten Kostenbasis geführt und helfen uns auch in Zukunft, wettbewerbsfähig zu bleiben. Unsere starke Bilanz beschreibt die finanzielle Stabilität von WACKER“, so Hartel. „Auf Basis der hohen Kundennachfrage starten wir in eine Wachstumsphase, in der wir vor allem in organisches Wachstum, aber auch in Zukäufe investieren. Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt: Wir wollen das Umsatzwachstum, das sich aus höheren Mengen und einem besseren Produktmix ergibt, verdoppeln bei gleichzeitig hoher Ertragskraft“, kündigte der Vorstandsvorsitzende an.

Geschäftsbereiche

In den beiden Chemiebereichen WACKER SILICONES und WACKER POLYMERS soll der Umsatz, der sich aus höheren Mengen und einem besseren Produktmix ergibt, künftig um sechs bis zehn Prozent pro Jahr wachsen. Das beschleunigt das historische Wachstum von vier bis fünf Prozent pro Jahr um den Faktor 1,5 bis 2,0. Gleichzeitig soll auch die Profitabilität weiter steigen. Bis zum Jahr 2030 soll die EBITDA-Marge bei über 20 Prozent liegen. Bisher lag die Zielmarke für die Chemiebereiche bei 16 Prozent. Der ROCE soll die Kapitalkosten um mehr als den Faktor 2 übersteigen. Die Basis für das Wachstum in den Chemiebereichen ist die hohe Kundennachfrage nach den maßgeschneiderten Produkten von WACKER. Um das Spezialitätenwachstum in den Chemiebereichen weiter zu forcieren, sollen Kapazitäten vor Ort in den Regionen und Märkten ausgebaut werden, in denen die Kunden tätig sind. Geplant ist eine Verdoppelung der Investitionen auf über 400 Mio. € pro Jahr.

WACKER SILICONES konzentriert sich auf margenstarke Spezialitäten und wird diese Strategie künftig weiter konsequent vorantreiben. Dabei baut der Bereich, der sich als Innovationspartner der Industrie begreift, auf Kundennähe in den Regionen. Diese Strategie wird unter anderem durch die Beteiligung am chinesischen Spezialsilanhersteller SICO Performance Material, die WACKER im Herbst 2021 angekündigt hat, unterstrichen. Mit der Beteiligung will WACKER das Angebot hochwertiger Spezialprodukte in Asien weiter ausbauen und näher an die Kunden in diesen stark wachsenden Abnehmermärkten heranrücken. Mit dem neuen Standort im indischen Panagarh, der auf Silicone-Endprodukte spezialisiert ist, baut der Geschäftsbereich seine Marktführerschaft in Indien weiter aus. Auch am Standort Charleston in den USA sollen neue, zusätzliche Kapazitäten für Spezialprodukte geschaffen werden. Über gezielte Investitionen will WACKER SILICONES künftig stärker wachsen als der Markt.

WACKER POLYMERS ist bei Dispersionen und Dispersionspulver auf Vinylacetat-Ethylen-Basis bereits heute Weltmarktführer. Diese starke Marktposition, die auf einem globalen Netzwerk und starker regionaler Präsenz basiert, soll für weiteres Wachstum genutzt werden. In den kommenden Jahren sollen die Kapazitäten in Europa und Asien signifikant erhöht werden. Bis 2030 will der Geschäftsbereich die Kapazitäten verdoppeln. WACKER POLYMERS entwickelt verstärkt nachhaltige Produktlösungen, die unter anderem auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Ebenso gewinnen kundenspezifische Lösungen zunehmend an Bedeutung. Dieses Portfolio soll weiter ausgebaut werden. Die Kundennachfrage bei WACKER POLYMERS steigt stetig, getrieben durch die Themen Renovierung, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die zahlreichen Programme von Regierungen weltweit, wie etwa der European Green Deal oder Chinas Pläne, bis zum Jahr 2060 Klimaneutralität zu erreichen, werden der Bauwirtschaft in diesem Bereich zusätzliche positive Impulse geben. Dazu kommt eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen aus dem Consumer-Bereich, etwa bei Klebstoffen für Verpackungen. Hier geht der Trend verstärkt zu Lösungen auf Papier- statt Plastikbasis.

Für den Bereich WACKER BIOSOLUTIONS wurden bereits 2021 im Rahmen eines Kapitalmarkttages neue Wachstumsziele bekannt gegeben. Bis zum Jahr 2030 ist ein Umsatz von rund 1 Mrd. € geplant. Die EBITDA-Marge soll bis dahin bei über 25 Prozent liegen. Der ROCE soll die Kapitalkosten deutlich übersteigen. Im Fokus der Wachstumsstrategie steht zum einen das Geschäft mit Biopharmazeutika – speziell der Bereich Advanced Medicines. Zum anderen konzentriert sich der Geschäftsbereich auf die fermentative Herstellung von Inhaltsstoffen für Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel, die auf erneuerbaren Rohstoffen beruhen. Das Produktportfolio soll über eigene Innovationen, Partnerschaften und weitere Zukäufe erweitert werden. Um das Wachstum im Bereich WACKER BIOSOLUTIONS zu beschleunigen, sollen künftig jährlich über 80 Mio. € in organisches Wachstum investiert werden – vor allem in die Biotechnologie-Sparten. Die Produktionskapazitäten in den USA und Europa sollen ausgebaut werden.

Im Bereich WACKER POLYSILICON soll die EBITDA-Marge bis zum Jahr 2030 bei über 30 Prozent liegen. Der ROCE soll die Kapitalkosten um mehr als den Faktor 2 übersteigen. WACKER POLYSILICON ist heute einer der wenigen Anbieter, die qualitativ besonders hochwertiges Polysilicium für Solarzellen mit höchsten Wirkungsgraden liefern können. Im Jahr 2021 hat Polysilicium für die Solarindustrie einen hohen Ergebnisbeitrag geleistet. Bei Polysilicium für die Halbleiterindustrie ist WACKER weltweit die klare Nummer eins. In den vergangenen fünf Jahren hat der Geschäftsbereich die Absatzmengen in diesem stark wachsenden Markt verdoppelt. Der Ergebnisbeitrag steigt kontinuierlich. Nahezu jeder zweite Computerchip, der hergestellt wird, basiert heute auf hochreinem Polysilicium von WACKER. Im Halbleiterbereich werden immer reinere Polysilicium-Qualitäten nachgefragt. Grund dafür sind steigende Anforderungen in der Chipfertigung und die Entwicklung neuer Technologien. WACKER will seine Position im Halbleiterbereich in den kommenden Jahren weiter stärken. Der Anteil von ultrareinem Polysilicium für die Halbleiterindustrie an der gesamten Produktionsmenge wird weiter erhöht. Gleichzeitig soll die Effizienz in den Produktionsprozessen weiter steigen. Die Investitionen in den Bereich WACKER POLYSILICON steigen auf künftig rund 100 Mio. € pro Jahr. Der Fokus liegt dabei auf Kapazitätserweiterungen für Polysilicium für die Halbleiterindustrie, um die hohe Nachfrage zu decken. Langlaufende Kundenverträge sichern die Investments ab.

Im Rahmen der Wachstumsstrategie von WACKER spielt das Thema Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Schon heute zahlen mehr als zwei Drittel des Produktportfolios von WACKER auf nachhaltige Lösungen ein. Dazu zählen beispielsweise wärmeleitfähige Spezialsilicone für Elektrofahrzeuge. In der Bauindustrie finden leistungsstarke Bindemittel von WACKER unter anderem in Wärmedämmungssystemen für Gebäude Verwendung. Polysilicium ist das wichtigste Ausgangsmaterial für Solarzellen. „Wir sehen, dass die Nachfrage nach Lösungen, die dem Klimawandel entgegenwirken, stark steigt. Daraus ergeben sich für uns zusätzliche Wachstumschancen, die wir gezielt nutzen wollen. Das Thema Nachhaltigkeit wird sich für WACKER in den kommenden Jahren zu einem wesentlichen Umsatz- und Ergebnistreiber entwickeln“, sagte Vorstandschef Hartel.

WACKER hat im Dezember 2021 die neuen Nachhaltigkeitsziele des Konzerns vorgestellt. Neben Initiativen zu mehr Nachhaltigkeit im Portfolio steht dabei das Ziel, bis 2030 die absoluten CO2-Emissionen im Konzern um 50 Prozent zu reduzieren, im Fokus. Mit den Nachhaltigkeitszielen und den nun vorgestellten Wachstumszielen hat WACKER den strategischen Kurs bis zum Jahr 2030 festgelegt.

 

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risi-ken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür.

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