Dichtungen
WACKER Siliconkautschuke bieten hervorragende Dichtungs- und Hafteigenschaften, sind medien- und hitzebeständig, sehr langlebig und sorgen somit für Funktionssicherheit und Insassenschutz. Speziell im Motorraum garantieren unsere Silicontypen eine zuverlässige Dichtleistung unter anspruchsvollen Bedingungen wie hohen Temperaturen, dauerhaften Vibrationen und Medienkontakt. In hochbeständigen Feststoffdichtungen sind Silicone zudem integraler Bestandteil des mehrschichtigen Aufbaus.
Faserdichtungen
Feststoffdichtungen in Verbrennungsmotoren unterliegen enormen Herausforderungen: hohe Temperaturen, hoher Druck und extreme Anpresskräfte beanspruchen Dichtmaterialien bis an die Leistungsgrenze. Die medienresistenten Spezialtypen von WACKER meistern diese Anforderungen zuverlässig. Sie trennen den Verbrennungsraum sicher vom Öl- bzw. Kühlwasserkreislauf, lassen sich gemäß der einschlägigen Herstellprozesse leicht verarbeiten und eignen sich für mehrschichtige Feststoffdichtsysteme jeglicher Art.
Vorteile:
- Hohe Temperaturstabilität
- Sehr gute Medienresistenz
Anwendungen:
- Zylinderkopfdichtungen
- Imprägnierung von Substratmaterialien (schwefelhaltig bzw. schwefelfrei)
- Siebdruck der Dichtungskontur
- Top-Coatings zur Oberflächenversiegelung
Formdichtungen
Hochwertige Siliconkautschuke von WACKER ermöglichen die kostengünstige Herstellung von Dichtungen in verschiedensten Formen im Spritzgussverfahren. Dabei kommt Silicon bevorzugt dort zum Einsatz, wo die Dichtung hohen und/oder tiefen Temperaturen sowie diversen Chemikalien ohne Schaden standhalten muss. Die vergleichsweise niedrige Viskosität von WACKER Flüssigsiliconkautschuken erlaubt die Realisierung sehr filigraner Strukturen in jeder beliebigen Farbe.
Vorteile:
- Kraftstoff-, öl- und chemikalienbeständig
- Ölausschwitzend
- Flammbeständig
- Temperaturbeständig in einem breiten Temperaturbereich (von –90 °C bis +300 °C)
Anwendungen:
- Formdichtungen
- Motordichtungen
- Ölwannendichtungen
- Kühlsystemdichtungen
- Dichtmatten in mehrpoligen Steckverbindern sowie Einzelader- und Radialdichtungen
Cured-In-Place-Gaskets (Trockenverbau)
CIPG (Trockenverbau) ist eine typische Dichtungstechnik, bei der ein standfestes Silicon zunächst auf eine der gegeneinander abzudichtenden Baugruppen aufgetragen wird. Nach vollständiger Ausvernetzung der Silicondichtraupe erfolgt die Bauteilmontage, wobei die Dichtwirkung über den Anpressdruck erzielt wird. Die CIPG-Dichtungstechnologie erfordert somit Silicontypen, die trotz der starken Verpressung über einen langen Zeitraum ihre Form nicht verändern und einen besonders niedrigen Druckverformungsrest aufweisen.
Vorteile:
- Hohe Verarbeitungsflexibilität
- Einfache Verarbeitung
- Hohe Wirtschaftlichkeit
- Zerstörungsfreie Demontage möglich
- Bauteil-integrierte Dichtung
Anwendungen:
- Kühlerabdichtungen
- Abdichtung von Wasser- oder Ölpumpen
- Gehäuseabdichtungen
- Schall- und Wärmedämmung
- Stoß- und Schwingungsentkopplung
Formed-In-Place-Gaskets (Nassverbau)
Im FIPG-Verfahren (Nassverbau) erfolgt die Vernetzung des Siliconkautschuks erst nach der Montage der gegeneinander abzudichtenden bzw. zu verklebenden Komponenten. Dadurch haftet das ausgehärtete Dichtungsmaterial an beiden Bauteilen, was die Zuverlässigkeit der Dichtung verbessert, eine spätere zerstörungsfreie Demontage der Dichtung aber ausschließt.
Im Vergleich zu eingelegten Dichtungen müssen beim FIPG-Verfahren die Komponenten nicht absolut passgenau gefertigt sein. Darüber hinaus verbleibt die Dichtung auch ohne zusätzliche Verklebung sicher an Ort und Stelle. Beides zusammen erlaubt größere Bauteiltoleranzen und geringere Kosten bei der Komponentenentwicklung.
Vorteile:
- Effektive Verklebung
- Hohe Verbindungsstabilität
- Gleichmäßige Spannungsverteilung und perfektes Entspannungsverhalten
- Vielseitige Anwendbarkeit
- Hohe Wirtschaftlichkeit
Anwendungen:
- Ölwannenabdichtung
- Getriebeabdichtung
- Scheinwerferverklebungen
- Gehäuseverklebungen zum Schutz vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen