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Ganz schön übergeschwappt

Missgeschicke passieren. Gut, man ist darauf vorbereitet. Bei WACKER haben wir verschiedene Lösungen entwickelt, die den Alltag einfacher machen. Auch – oder gerade dann, wenn es etwas verrückter zugeht.

Schönes sollte man gut behandeln

Ob Terrakotta, Travertin oder Beton: offenporige, mineralische Böden sind besonders schön, aber auch extrem anfällig für Verschmutzungen. Flüssigkeiten werden über den Kapillareffekt schnell von den Poren aufgesogen und können dann nur schwer wieder entfernt werden. Darum wird die Oberfläche in der Regel wasser- bzw. schmutzabweisend behandelt.

Unbehandelte Steinbodenoberfläche
Behandelte Steinbodenoberfläche

Im unbehandelten Boden saugen die Poren Schmutz praktisch auf. Nach einer Oberflächenbehandlung sollen Flüssigkeiten als Tropfen stehen bleiben, die dann einfach weggewischt werden können.

Schutz hoch drei

Es gibt deshalb verschiedene Möglichkeiten, poröse mineraliche Oberflächen zu behandeln. Die Europäische Norm EN 1504-2 unterscheidet dafür am Beispiel Beton drei Arten der Oberflächenbehandlung.

Hydrophobierende Imprägnierung

Definition nach EN 1504-2: Behandlung des Betons zur Herstellung einer wasserabweisenden Oberfläche. Die Poren und Kapillaren sind nur ausgekleidet, jedoch nicht gefüllt. Auf der Oberfläche des Betons bildet sich kein Film. Das äußere Erscheinungsbild ändert sich wenig oder überhaupt nicht. Aktive Verbindungen sind hier oft Silane oder Siloxane.

Imprägnierung

Definition nach EN 1504-2: Behandlung des Betons zur Reduzierung der Oberflächenporosität und zur Verfestigung der Oberfläche. Die Poren und Kapillaren sind teilweise oder vollständig gefüllt. Oft entsteht ein dünner Film auf der Oberfläche. Bindemittel sind hier oft organische Polymere.

Beschichtung

Definition nach EN 1504-2: Behandlung zur Herstellung einer geschlossenen Schutzschicht auf der Betonoberfläche. Die Dicke beträgt üblicherweise 0,1 mm bis 5 mm. Hier können zum Beispiel Silane zum Einsatz kommen. In besonderen Anwendungen, die eine Dicke von mehr als 5 mm erfordern, kommen organische Polymere als Bindemittel, organische Polymere mit Zement als Zusatzstoff oder mit Polymerdispersion modifizierter hydraulischer Zement in Frage.

Nimmt dem Fleck den Schreck

Im normalen Sprachgebrauch verschwimmen diese Unterscheidungen etwas. Mit „Imprägnierung“ ist meist die hydrophobe Imprägnierung gemeint. Werden die Poren weitgehend verfüllt, spricht man oft von Versiegelung. Auch die Frage, welche Oberflächenbehandlung die richtige ist, ist pauschal nur schwer zu beantworten. Die Antwort hängt zum Beispiel vom Material ab, von der zu erwartenden Belastung und dem gewünschten ästhetischen Effekt. Der Boden einer Fabrikhalle verdient eine andere Behandlung als die Lobby eines Hotels oder das Wohnzimmer einer Familie. WACKER hat deshalb verschiedene Lösungen entwickelt. Zu den neuesten gehören PRIMIS® SAF 9000 und SILRES® BS 6920. PRIMIS® SAF 9000 ist eine neue wasserbasierte Polymerdispersion mit sehr hohem Molekulargewicht und sehr kleiner Partikelgröße. SILRES® BS 6920 ist ein einkomponentiges, lösemittelfreies, silanvernetzendes Bindemittel.

Unterschiedliche Wirkweise von PRIMIS® SAF 9000 und SILRES® BS 6920

Polymerpartikel absorbieren in das Substrat

Effekt: Verfestigung der Oberfläche und Fleckabweisung ohne sichtbare Veränderung

Silanvernetzende Polymere absorbieren und vernetzen

Effekt: verbesserte Fleckabweisung und Abriebbeständigkeit bei gleichzeitiger Farbvertiefung

Unsere Produktempfehlungen

Empfehlung für hydrophobierende Imprägnierung: SILRES® BS Creme C und SILRES® BS 1701

Empfehlung für Imprägnierung: PRIMIS® SAF 9000 und PRIMIS® SAF 9001

Empfehlung für Beschichtung: SILRES® BS 6920

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