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Wisch und weg

Ob an der Wand, auf dem Boden oder der Terrasse – Flecken sind nirgends gerne gesehen. Gerade auf mineralischen Oberflächen lassen sich Kaffee, Soßen oder Öl nur schwer entfernen. Doch dank der neuen Dispersionen der Serie PRIMIS® SAF 9000 von WACKER dringen Verschmutzungen erst gar nicht mehr in Böden oder Wandfarben ein.

Weg ist der Fleck Podcast | 19.04.2017 | 6:11 Min

Dekorative mineralische Böden in Geschäftsräumen und in Wohnhäusern oder Betonböden in Bahnhöfen und auf Terrassen müssen einiges aushalten. Leicht landen hartnäckige Verschmutzungen wie Kaffee, fettige Essensreste, Rotwein oder Ketchup darauf. Beim Versuch, die Flecken zu beseitigen, zeigt sich schnell, dass manche Substanzen Rückstände hinterlassen. Um dies zu verhindern, werden mineralische Oberflächen einer schützenden Nachbehandlung unterzogen.

WACKER hat für diesen Bedarf nun die Dispersionen der Serie PRIMIS® SAF 9000 entwickelt. Betonböden und dekorative Selbstverlaufsmassen können mit Hilfe der wässrigen Spezialdispersionen auf Acrylatbasis einfach vor Flecken geschützt werden. Die enthaltenen hochmolekularen Polymerteilchen messen im Durchschnitt weniger als 0,1 Mikrometer. Weil die Polymerteilchen so klein sind, dringen sie in die feinen Mikroporen der Oberfläche ein, anstatt sich darüber zu setzen. Beim Trocknen bilden die Partikel in den Poren einen Film aus, sodass Verunreinigungen nicht mehr eindringen können und sich so von der Oberfläche einfach abwischen lassen. Das bietet einen großen Vorteil: Das mineralische Erscheinungsbild der Oberfläche bleibt weitestgehend erhalten, und der Boden fühlt sich beim Laufen nicht anders als gewohnt an.

Das hohe Molekulargewicht des Polymers sorgt für einen weiteren positiven Effekt: Der nach dem Trocknen entstandene Film innerhalb der Poren stärkt die Oberfläche mechanisch und schützt sie gegen Abrieb – ein wichtiger Pluspunkt bei stark belasteten Böden in Geschäften, Lagerhallen oder Industriebetrieben. Ein weiterer Vorteil: Die Dispersionen ziehen schnell in den Boden ein und dieser ist bereits nach etwa einer Stunde wieder belastbar.

„Der Schutz mineralischer Oberflächen vor Schmutz ist definitiv ein globaler Trend in der Bau- und Farbenindustrie.“

Dr. Martin Schierhorn, Marketing-Manager bei WACKER POLYMERS

Die Dispersion kann je nach Anforderung verdünnt oder unverdünnt auf mineralische Oberflächen aufgetragen werden.

Die Entwickler im WACKER-Labor haben vieles erprobt: Kaffee, Balsamicoessig, schwarzen Johannisbeersaft, Cola, Salatöl, Ketchup und Senf – alle diese Substanzen hinterließen auf einer unbehandelten mineralischen Oberfläche Flecken, die selbst durch gründliche Reinigung nicht beseitigt werden konnten. Wurde die Fläche dagegen zuvor mit einer Dispersion der Serie PRIMIS® SAF 9000 behandelt, ließen sich diese Verschmutzungen nahezu rückstandsfrei entfernen.

Derzeit gibt es zwei Produkte der Spezialdispersions-Serie: PRIMIS® SAF 9000 und PRIMIS® SAF 9001. Letztere schneidet vor allem bei der Abriebbeständigkeit und der Verschmutzungsresistenz noch besser ab. Beide enthalten einen Feststoffgehalt von 42 Prozent und müssen vom Anwender prinzipiell nur noch mit Wasser verdünnt werden.

Auf unbehandeltem mineralischen Dekorboden hinterlassen Kaffee und Johannisbeersaft deutliche Flecken. Vom behandelten Bodenbelag lassen sich beide Substanzen dagegen einfach und ohne Rückstände feucht abwischen.

Die Behandlung von mineralischen Oberflächen ist dabei sehr einfach: „Die Dispersion kann mit einem Schwamm, Schaumrolle oder Wischmopp auf der Fläche verteilt werden“, so Dr. Martin Schierhorn, Marketing-Manager für Baudispersionen bei WACKER, „und diese ist sofort nach dem Trocknen begehbar.“ Bei Bedarf können mehrere Schichten aufgetragen werden. Dabei wird die erste etwas stärker verdünnt, damit sichergestellt ist, dass die Polymerteilchen in alle winzigen Poren eindringen können und sich nicht gegenseitig behindern. „Beide Dispersionen sind sehr gut für die Behandlung von saugfähigen Oberflächen geeignet. Sie lassen sich gut mit Wasser verdünnen und einfach auftragen, sodass sie auch für Heimwerker interessant sind“, sagt Schierhorn.

Bisher wurden mineralische Böden oft mit Zweikomponentensystemen auf Basis von Epoxiden oder Polyurethan versiegelt – diese führen allerdings bei manchen Menschen zu einer allergischen Reaktion. Die Dispersionen der Serie PRIMIS® SAF 9000 können dagegen bedenkenlos verwendet werden: Weil sie ohne Zusatz von organischen Lösemitteln und bedenklichen Stoffen wie Formaldehyd, Isocyanat oder hautsensibilisierenden Stoffen wie Epoxid hergestellt werden, sind sie deutlich umweltfreundlicher und verträglicher als herkömmliche Produkte.

Schutz vor Grillfett

Für die Behandlung von mineralischen Böden im Außenbereich (wie Terrassen) eignen sich die Polymerdispersionen ebenfalls. Wer sich gerne draußen aufhält, weiß, warum das sinnvoll ist: Der Rost von Gartengeräten oder das tropfende Fett vom Grillfleisch bilden hässliche Flecken auf der Terrasse – und selbst wenn man diese Verunreinigungen sorgfältig vermeidet, verschmutzt die Fläche mit der Zeit, zum Beispiel durch Blütenpollen und Feinstaub in der Luft. Die Dispersionen der Serie PRIMIS® SAF 9000 sind hervorragend geeignet, um solche Böden zu schützen. Die benötigte Menge und Konzentration ist je nach Saugfähigkeit der mineralischen Oberfläche einzustellen. Die so behandelten Oberflächen können sogar mit dem Hochdruckreiniger gesäubert werden. Selbst Kaugummi oder schmutziges Maschinenöl lassen sich dann rückstandsfrei entfernen.

Messungen im Labor zeigen: Mit PRIMIS® SAF 9000 modifizierte Wandfarben ermöglichen, dass Flecken rückstandslos davon entfernt werden können.

PRIMIS® SAF 9000 ist auch in Wandfarben einsetzbar, um einen sogenannten Easy-to- clean-Effekt zu erzielen. Speziell formulierte Easy-to-clean-Farben verhindern, dass fremde Substanzen in die Oberfläche eindringen können. PRIMIS® SAF 9000 erhöht dazu die Nassabriebbeständigkeit. Das heißt, man kann mehrmals mit einem Schwamm feucht über die Wand wischen, ohne dass sich die Farbe ablöst. Laborantin Manuela Mühlthaler demonstriert im WACKER Versuchslabor, wie wirksam die neue Dispersion ist. Ihre Kollegen haben eine Testwand mit Textmarker, Lippenstift und Bleistift verunstaltet. Kaffeeflecken, Ketchup und Senf ergänzen das bunte „Bild“. Als Manuela Mühlthaler mit einem Mikrofasertuch und etwas Spülmittel die Wand abwischt, lassen sich die Verunreinigungen auf der einen Hälfte der Wand nur teilweise wegwischen – dieser Teil ist mit einer herkömmlichen Wandfarbe gestrichen. Die Malereien verschmieren, die Farbpartikel lösen sich teilweise aus dem Anstrich, es kommt an einigen Stellen zu Verklebungen. Auf der anderen Hälfte dagegen ist der Anstrich auf Basis von PRIMIS® SAF 9000 formuliert: Dort kann die Laborantin alle Flecken ohne Rückstände abwischen, und die Oberfläche ist danach einwandfrei mattweiß – so als wäre nie etwas gewesen.

Harte Oberfläche

Wie widerstandsfähig das neue Co-Bindemittel von WACKER ist, zeigt sich vor allem bei Bleistiftstrichen. Beim herkömmlichen Anstrich hinterlässt die Mine eine leichte Rille. Ist die Wandfarbe mit PRIMIS® SAF 9000 versetzt, kann dagegen der Stift schwer in die Wandfarbe eindringen. Grund dafür ist, dass es sich bei der neuen Dispersion um ein hartes und sehr stabiles Polymer handelt.

„So eine Wandfarbe hätte ich mir gewünscht, als meine Kinder klein waren“, sagt Dr. Abdulmajid Hashemzadeh. Er ist einer der Chemiker bei WACKER, die PRIMIS® SAF 9000 entwickelt haben. Die Zusammensetzung der Dispersion ist so gewählt, dass weder wasser- noch fettlösliche Substanzen den Film einfach durchdringen, also kein Kaffee und auch kein Lippenstift. „Dieses Eigenschaftsprofil ist sehr attraktiv für den Markt“, ergänzt Martin Schierhorn. Denn wasserbasierte Verschmutzungen lösen sich leichter von hydrophoben Substraten, während sich fettbasierte Flecken einfacher von hydrophilen Oberf lächen entfernen lassen. Beides zu kombinieren stellte die WACKER Chemiker vor große Herausforderungen. „Es war jahrelange Forschung nötig, um in einem Produkt all diese Eigenschaften zu vereinen“, berichtet Abdulmajid Hashemzadeh.

Als Marketing-Manager weiß Martin Schierhorn, dass die Farbhersteller vor allem Additive nachfragen, die eine leichte Oberflächenreinigung ermöglichen und sich zudem auch noch zu umweltfreundlichen, geruchsneutralen Farben verarbeiten lassen und nicht zuletzt einfach anzuwenden sind. In etlichen Labortests hat sich herausgestellt, dass die Dispersion nicht nur die Formulierung von Easy-to-clean-Innenwandfarben ermöglicht. Auch in Außenanstrichen bietet sie Vorteile, indem sie sogenannte „Schneckenspuren“ vermeidet. Diese entstehen, wenn es bald nach dem Anbringen der Farbe auf den Putz regnet: Dann wird der Emulgator ausgewaschen. Wird die neue WACKER Dispersion zugesetzt, verhindert diese, dass die in der Farbe enthaltenen, wasserlöslichen Salze an die Oberfläche wandern und dort trocknen.

PRIMIS® SAF 9000 kann darüber hinaus auch als alleiniges Bindemittel verwendet werden, etwa für Buntsteinputze. Das Polymer umhüllt und schützt die kleinen Körner, die oft aus unterschiedlich gefärbtem Quarzsand bestehen. Von weitem wirkt eine solche Wand wie Marmor, weil das Auge die einzelnen Steinchen nicht wahrnimmt. Auch hier weist die neue Dispersion einen entscheidenden Vorteil auf: Sie bleibt bei Feuchtigkeit transparent, wie die Entwickler im WACKER Labor demonstriert haben.

„So eine Wandfarbe hätte ich mir gewünscht, als meine Kinder klein waren.“

Dr. Abdulmajid Hashemzadeh, Laborleiter in der Forschung und Entwicklung bei WACKER POLYMERS

Herkömmliche Bindemittel werden dagegen weiß, weil bei ihnen mit der Zeit Wasser in die Polymermatrix eindringt. PRIMIS® SAF 9000 enthält nur einen geringen wasserlöslichen Anteil, was den sogenannten Weißanlauf verhindert. Dadurch bleibt die volle Leuchtkraft der Farben auch dann erhalten, wenn eine Wand längere Zeit Regen ausgesetzt ist. Und die Schutzschicht haftet zuverlässig, selbst wenn es feucht ist. Damit eignet sich PRIMIS® SAF 9000 ebenfalls als Oberflächenbehandlung für „Stucco Veneziano“ auf der Basis leuchtender Kalkfarben. Auch dieser hochwertige Anstrich wird dank der Zugabe der Dispersion wirksam gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt.

EASY-TO-CLEAN Trend

„Der Schutz mineralischer Oberf lächen vor Schmutz ist definitiv ein globaler Trend in der Bau- und Farbenindustrie“, ist Dr. Martin Schierhorn überzeugt. Geringerer Aufwand und geringere Kosten für die Instandhaltung und Reinigung von mineralischen Oberf lächen sowie eine dauerhaft verbesserte Optik amortisieren die Kosten für die Behandlung schnell. Egal ob Fußboden oder Kinderzimmerwand: Wer seine Oberflächen mit Dispersionen der Serie PRIMIS® SAF 9000 behandelt, braucht Wand und Boden fortan nur noch feucht abzuwischen.