Lärmschutz bei WACKER

26.04.2017

Schallschutz sehen wir als wichtiges Element unserer sozialen Verantwortung. Denn Lärm kann eine große Umweltbelastung für Menschen sein. An unseren Produktionsstandorten arbeiten wir intensiv an Maßnahmen und Projekten zur Lärmminderung. So ging in den letzten 40 Jahren der vom Werk Burghausen verursachte Geräuschpegel um ein Vielfaches zurück.

Martin Seidel

Die Immissionsschutzfachleute der Umweltabteilung sind ständig am WACKER-Standort Burghausen unterwegs, um die Lärmbelastung an den Arbeitsplätzen zu überprüfen und den Geräuschpegel zu überwachen, der vom Werk nach außen dringt. Die an einem zentralen Messort in Burghausen festgestellten Dezibel gelten als richtungsweisend für die Lärmbelastung, die vom Werk ausgeht. Bei regulärem Betrieb der Produktionsanlagen liegt die Lautstärke an der Messstelle bei rund 43 Dezibel – das sind fast 20 Dezibel weniger als bei einem Gespräch.

Im Vergleich zum Beginn der Messungen im Jahr 1976 beträgt die Schallintensität des Werks heute nur noch ein Zwanzigstel, obwohl sich der Anlagenbestand im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt hat. Das Grundprinzip des Immissionsschutzes lautet: Für jede neue Schallquelle muss eine bisherige, lautere Quelle verschwinden oder saniert werden.

noise emission protection

Am Standort Burghausen sind derzeit rund 1.800 Schallquellen nach Lautstärke kategorisiert und in einer umfassenden akustischen Ausbreitungsberechnung erfasst. Kleinere Lärmquellen werden alle zehn, größere alle drei Jahre überprüft. Bei Neubauten werden die Lärmschutzfachleute bereits in der Planungsphase eingebunden. Abnahmemessungen erfolgen nicht nur bei allen Neuanlagen, sondern auch bei Anlagenänderungen. Zusätzlich zur Eigenüberwachung führt alle drei Jahre eine unabhängige Fachstelle eine Immissionsprüfung durch.

Um den Lärm einzelner Maschinen zu reduzieren, nutzen wir Dämmung, Einhausung, Schalldämpfer oder Abschirmwände. Beim Lärmschutz spielt auch die Gesamtbetrachtung der Schallausbreitung eine Rolle: Stehen laute Maschinen beispielsweise in hohen Gebäuden mit großen Fensterfronten, gerät die Glasfläche in Schwingung und der Lärm breitet sich aus.

Ein weiteres Beispiel ist die Abluft: Nach dem Neubau eines Sprühtrockners für Dispersionspulver am Standort Burghausen haben unsere Experten die Lärmimmission direkt im Auslasskamin gemessen; die ermittelte Lärmquelle wurde anschließend durch technische Umstellungen leiser. Diese Lösung haben wir auf bereits am Standort Burghausen bestehende Sprühtrockner übertragen.

Kontakt

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Wacker Chemie AG
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