Nepal: Gemeinsam viel geschafft

Freiberg/Gati, 20.11.2019

Eine Gruppe von Freiberger Gymnasiasten überzeugte sich auch diesen Oktober vor Ort in Nepal vom Betrieb in den wiederaufgebauten Schulen. Der WACKER HILFSFONDS hat die Menschen in Nepal nach den schweren Erdbeben vom Jahr 2015 nicht vergessen, ermöglichte den Aufbau und nun den Unterhalt von Schulen. Dabei kooperiert die Stiftung mit der Schülerfirma Namasté Nepal S-GmbH des Freiberger Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Singarche
Jetzt ist die schöne neue Schule in Singarche fertig. (Foto: Wacker Chemie AG)

Der WACKER HILFSFONDS unterstützt seit 2015 die gemeinnützige Schülerfirma, die sich seit 2005 mit einer nepalesischen Hilfsorganisation beim Bau und dem Betrieb von Schulen und Kindergärten in der Provinz Sindhupalchok engagiert. Im Freiberger Partnerdorf Gati, rund 100 Kilometer nordwestlich von Nepals Hauptstadt Kathmandu, sind Erdbeben nicht selten. Besonders schwer traf es die Region am 25. April 2015: Die Naturgewalten verwüsteten Teile Nepals mit einer Erdbebenstärke von 7,8. Es brauchte nur wenige Minuten, um Gati und seine Nachbardörfer völlig zu zerstören. Im Distrikt Sindhupalchok waren 94 Prozent aller Gebäude zerstört. Das Beben forderte über 8.000 Menschenleben.

Schon zuvor hatte sich die Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Freiberg in Nepal engagiert. Nach dem schweren Erdbeben stand fest: Wir machen weiter! Die Schüler starteten Spendenaktionen und stellten ihre Projekte dem WACKER HILFSFONDS vor, der seither insgesamt rund 120.000 € für Nepal spendete.

Heute, vier Jahre später, melden die Schüler mit ihren Projektpartnern in Nepal: Es ist vollbracht – der Neubau von sieben Schulen ist geschafft. In diesem Herbst wurden noch Toiletten, getrennt für Mädchen und Jungen, errichtet – für ländliche Regionen Nepals keine Selbstverständlichkeit.

„Es war nicht einfach die sieben zerstörten Schulen aufzubauen“, zieht Projektkoordinator Steffen Judersleben Fazit. „Dies gilt besonders für den kleinen Ort Bugam auf 3.000 Metern Höhe. Allein schon das Baumaterial in dieses Bergdorf zu bringen, war eine große Herausforderung.“ Ein wichtiger Erfolgsfaktor: „Die Dorfbevölkerung verzweifelte nie, glaubte immer an die Zukunft und hat sich aktiv am Wiederaufbau beteiligt.“

Hier eine Übersicht der sieben Schulen, deren Aufbau die Schülerfirma Namasté Nepal S-GmbH mit ihren Projektpartnern gemeistert hat:

  • Die Secondary School in Gati
  • Die Grundschule in Singarche
  • Die Grundschule in Sotang
  • Zwei Schulen bis zur achten Klasse in Mandra und Kacherie
  • Die Grundschule in Bugam als höchstgelegene Schule im Projektgebiet. Der Transport des Baumaterials war eine große Herausforderung, da die schmale Piste wetterbedingt oft nicht befahrbar ist
  • Die Grundschule und der Kindergarten in Dandakaterie wurden von einem Delfter Projektpartner finanziert.

Steffen Judersleben, der auch diesen Herbst eine Freiberger Schülergruppe auf der Reise nach Nepal begleitet hat, dankt ausdrücklich für die Spenden der WACKER-Mitarbeiter: „Sie haben uns einen Vertrauensvorschuss geschenkt, den wir nun mit dem Abschluss des Wiederaufbaus erfüllen konnten. Es ist ein wunderbares Gefühl, gemeinsam für eine bessere Bildung in Nepal beizutragen.“ Die Freiberger bleiben weiter am Ball und entwickeln neue Konzepte für die Bildung der Kinder von Nepal.

„Auch wir vom WACKER HILFSFONDS danken allen Spendern, insbesondere auch jedem Teilnehmer an unserem Cent-Spendenprogramm“, betonen Anke Schrepfer und Mirko Kappelhoff vom Stiftungsvorstand.

Weitere Informationen zum Nepalprojekt finden Sie unter www.nepalfreiberg.de. Immer lohnend ist ein Blick in den Online-Shop der gemeinnützigen Schülerfirma: http://www.nepalfreiberg.de/cms/index.php/shop. Der legendär leckere Nepalkaffee zum Beispiel oder die wunderbar bebilderten Nepalkalender sind alle Jahre wieder nette Weihnachtsgeschenke mit gutem Zweck.

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