WACKER erreicht im 1. Quartal 2018 beim Umsatz das Niveau des Vorjahres und baut den Ertrag deutlich aus

  • KONZERNUMSATZ DES 1. QUARTALS 2018 LIEGT MIT 1,22 MRD. € UM 4 PROZENT ÜBER DEM VORQUARTAL UND AUF DEM NIVEAU DES VORJAHRES
  • EBITDA IST MIT 255 MIO. € UM 11 PROZENT HÖHER ALS IM VORJAHR UND UM 9 PROZENT HÖHER ALS IM VORQUARTAL
  • PERIODENERGEBNIS BETRÄGT 79 MIO. €
  • NETTO-CASHFLOW IST MIT 168 MIO. € DEUTLICH POSITIV
  • JAHRESPROGNOSE BLEIBT UNVERÄNDERT: DER KONZERNUMSATZ SOLL 2018 UM EINEN NIEDRIGEN EINSTELLIGEN PROZENTWERT WACHSEN, DAS EBITDA WIRD VORAUSSICHTLICH UM EINEN MITTLEREN EINSTELLIGEN PROZENTSATZ STEIGEN

München, 26.04.2018

Die Wacker Chemie AG hat im 1. Quartal 2018 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres erzielt und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgebaut. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.217,6 Mio. € (Q1 2017: 1.218,8 Mio. €). Bessere Preise, vor allem für Siliconprodukte, sowie ein verbesserter Produktmix im Chemiegeschäft haben den Umsatz erhöht. Dagegen haben negative Währungseffekte aus dem sowohl im Jahres- als auch im Quartalsvergleich stärkeren Euro die Umsatzentwicklung spürbar gebremst. Darüber hinaus stand wegen des im Berichtsquartal noch andauernden Produktionsstopps am Standort Charleston deutlich weniger Polysilicium für den Verkauf zur Verfügung als vor einem Jahr. Das hat den Umsatz ebenfalls gemindert. Gegenüber dem Vorquartal (1.175,5 Mio. €) ist der Konzernumsatz um vier Prozent gewachsen.

WACKER hat im 1. Quartal 2018 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 254,5 Mio. € erwirtschaftet. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr (229,3 Mio. €) und 9 Prozent mehr als im Vorquartal (233,4 Mio. €). Maßgeblich für den deutlichen Anstieg waren bessere Preise für Chemieprodukte und das höhere Ergebnis aus der Beteiligung an Siltronic. Die im Vergleich zum Vorjahr und zum Vorquartal erheblich höheren Rohstoffpreise konnte WACKER dadurch mehr als ausgleichen. Zusätzlich hat auch die hohe Anlagenauslastung die Ergebnisentwicklung im Berichtsquartal begünstigt. Von Januar bis März 2018 ergibt sich im WACKER-Konzern eine EBITDA-Marge von 20,9 Prozent (Q1 2017: 18,8 Prozent). Im Vorquartal hatte sie 19,9 Prozent betragen. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) summiert sich im Berichtsquartal auf 121,7 Mio. € (Q1 2017: 73,2 Mio. €). Das sind 66 Prozent mehr als vor einem Jahr und entspricht einer EBIT-Marge von 10,0 Prozent (Q1 2017: 6,0 Prozent).

Das Periodenergebnis des Berichtsquartals summiert sich auf 79,1 Mio. € (Q1 2017: 665,9 Mio. €). Der hohe Vorjahreswert enthielt ein Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten von 634,7 Mio. € aus der Entkonsolidierung von Siltronic als Segment des WACKER-Konzerns. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten hat sich dagegen mit 79,1 Mio. € (Q1 2017: 31,2 Mio. €) mehr als verdoppelt. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich im Berichtsquartal auf 1,52 € (Q1 2017: 13,19 €).

Die Prognose für das Gesamtjahr 2018 bleibt gegenüber dem im Ge-schäftsbericht 2017 veröffentlichten Ausblick unverändert. WACKER erwartet den Konzernumsatz 2018 weiterhin um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz höher als im Vorjahr (4.924,2 Mio. €). Das EBITDA wird gegenüber dem Vorjahr (1.014,1 Mio. €) voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentwert wachsen. Beim Konzernjahresüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten rechnet WACKER mit einem deutlichen Anstieg.

„WACKER hat das 1. Quartal 2018 mit guten Ergebnissen abgeschlossen“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Donnerstag in München. „Trotz des kräftigen Gegenwinds aus der Währung haben wir den Umsatz des starken Vorjahresquartals gehalten. Gleichzeitig haben wir das EBITDA deutlich gesteigert, obwohl wir wesentlich höhere Rohstoffpreise und die laufenden Kosten am Standort Charleston zu verkraften hatten, wo im 1. Quartal noch nicht produziert wurde. Wir beginnen dort jetzt damit, die Anlagen schrittweise hochzufahren. Damit steht uns im 2. Quartal wieder Polysilicium aus Charleston für den Verkauf zur Verfügung. Sehr gut hat sich im Berichtsquartal unser Chemiegeschäft entwickelt. Besonders kräftig war die Nachfrage nach Siliconen. Wir konnten in diesem Umfeld deutliche Preiserhöhungen durchsetzen. Sofern diese Entwicklung weiter anhält und keine unvorhergesehenen Ereignisse die Konjunktur beeinträchtigen, ist es nicht ausgeschlossen, dass wir unsere derzeitige Ergebnisprognose für das Gesamtjahr übertreffen werden.“

Regionen

Im 1. Quartal 2018 hat WACKER den Umsatz in Europa gesteigert. Dort wuchsen die Erlöse auf 520,3 Mio. €. Das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr (497,2 Mio. €). In Asien belief sich der Konzernumsatz im Berichtsquartal auf 432,7 Mio. €. Das sind 3 Prozent weniger als im Vorjahr (444,6 Mio. €). In der Region Amerika ging der Umsatz vor allem währungsbedingt um 8 Prozent auf 201,7 Mio. € zurück (Q1 2017: 219,8 Mio. €).

Investitionen und Netto-Cashflow

Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im 1. Quartal 2018 auf 69,2 Mio. € (Q1 2017: 46,7 Mio. €). Das sind 48 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Mittel gingen vor allem in den Ausbau der Kapazitäten für Silicon- und Polymerprodukte.

Der Netto-Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten summierte sich im 1. Quartal 2018 auf 168,0 Mio. € (Q1 2017: 53,2 Mio. €). Die wesentlichen Ursachen für diesen kräftigen Anstieg sind der gute Geschäfts-verlauf sowie eine Vorauszahlung der Versicherung für den Schadensfall in Tennessee.

Mitarbeiter

Die Zahl der bei WACKER weltweit Beschäftigten ist im Berichtsquartal leicht gewachsen. Zum Stichtag 31. März 2018 waren im Konzern 13.983 (31.12.2017: 13.811) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. An den WACKER-Standorten in Deutschland arbeiteten zum Ende des Berichtsquartals 10.076 (31.12.2017: 9.984) Beschäftigte, an den internationalen Standorten waren es 3.907 (31.12.2017: 3.827) Mitarbeiter.

Geschäftsbereiche

WACKER SILICONES hat im 1. Quartal 2018 einen Gesamtumsatz von 605,8 Mio. € erzielt. Gegenüber dem Vorjahr (555,6 Mio. €) ist das ein Plus von 9 Prozent. Höhere Preise für Siliconprodukte und ein besserer Produktmix sind die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg. Den Umsatz des Vorquartals (536,6 Mio. €) hat der Bereich um 13 Prozent übertroffen. Das EBITDA von WACKER SILICONES lag im Berichtsquartal mit 148,5 Mio. € um 38 Prozent über dem Wert des Vorjahres (107,4 Mio. €). Im Vergleich zum Vorquartal (98,7 Mio. €) betrug das Plus 50 Prozent. Zusätzlich zum Umsatzanstieg haben Produktmixeffekte und das hohe Produktionsvolumen die Ertragskraft positiv beeinflusst. Die EBITDA-Marge verbesserte sich im 1. Quartal 2018 auf 24,5 Prozent nach 19,3 Prozent im Vorjahr und 18,4 Prozent im Vorquartal.

Der Gesamtumsatz von WACKER POLYMERS liegt im Berichtsquartal mit 301,9 Mio. € um 2 Prozent unter Vorjahr (306,8 Mio. €), aber um sechs Prozent über dem Wert des Vorquartals (285,1 Mio. €). Negative Wechselkurseffekte aus dem stärkeren Euro sind der Hauptgrund für den leichten Rückgang im Jahresvergleich. Die höheren Absatzmengen bei Dispersionspulvern und bessere Preise für Polymerprodukte konnten den Gegenwind aus der Währung nicht vollständig ausgleichen. Das EBITDA von WACKER POLYMERS summierte sich im Berichtsquartal auf 41,9 Mio. € (Q1 2017: 52,3 Mio. €). Wesentliche Ursache für diesen Rückgang um 20 Prozent sind die im Jahresvergleich deutlich gestiegenen Rohstoffpreise. Um dieser Entwicklung zu begegnen, setzt der Geschäftsbereich Preiserhöhungen für seine Produkte um. Im Vergleich zum Vorquartal (33,9 Mio. €) ist das EBITDA dagegen um 24 Prozent gewachsen. Hier spielten auch saisonale Effekte eine Rolle. Die EBITDA-Marge lag im Berichtsquar-tal bei 13,9 Prozent nach 17,0 Prozent im Vorjahr und 11,9 Prozent im Vorquartal.

WACKER BIOSOLUTIONS erzielte von Januar bis März 2018 einen Gesamtumsatz von 54,3 Mio. €. Das sind 6 Prozent mehr als im Vorjahr (51,4 Mio. €). Maßgebend für dieses Plus waren höhere Absatzmengen und zum Teil etwas bessere Preise. Den Umsatz des 4. Quartals 2017 (49,9 Mio. €) hat der Bereich um 9 Prozent übertroffen. Das EBITDA von WACKER BIOSOLUTIONS liegt im Berichtsquartal mit 10,1 Mio. € um 5 Prozent unter Vorjahr (10,6 Mio. €). Hier machten sich unter anderem Produktmixeffekte sowie Integrationskosten für den neuen Standort León in Spanien bemerkbar. Den Wert des Vorquartals (7,5 Mio. €) hat WACKER BIOSOLUTIONS dagegen um 35 Prozent übertroffen. Die EBITDA-Marge belief sich auf 18,6 Prozent nach 20,6 Prozent im Vorjahr und 15,0 Prozent im 4. Quartal 2017.

WACKER POLYSILICON hat im Berichtsquartal einen Gesamtumsatz von 219,3 Mio. € erzielt. Das sind jeweils 18 Prozent weniger als im Vorjahr (268,1 Mio. €) und im Vorquartal (267,5 Mio. €). Ausschlaggebend für den kräftigen Rückgang sind die niedrigeren Absatzmengen. Bedingt durch den Produktionsstillstand in Charleston stand dem Geschäftsbereich deutlich weniger Polysilicium für den Verkauf zur Verfügung als im Vorjahr. Das EBITDA von WACKER POLYSILICON belief sich im Berichtsquartal auf 48,2 Mio. €. Das sind 32 Prozent weniger als im Vorjahr (70,5 Mio. €) und 24 Prozent weniger als im Vorquartal (63,6 Mio. €). Ursächlich für diesen Rückgang sind neben dem geringeren Umsatz die laufenden Kosten am Standort Charleston. Im Berichtsquartal wurden noch keine Versicherungsleistungen auf Grund der Betriebsunterbrechung in Charleston verbucht. Die EBITDA-Marge beträgt im Berichtsquartal 22,0 Prozent nach 26,3 Prozent im 1. Quartal 2017 und 23,8 Prozent im Vorquartal.

Ausblick

WACKER hat seine Einschätzungen zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens im laufenden Jahr im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2017 ausführlich dargestellt. Die dort getroffenen Aussagen zu den Erwartungen des Unternehmens haben sich im Berichtszeitraum insgesamt nicht geändert.

WACKER erwartet im Geschäftsjahr 2018 weiter steigende Rohstoff-preise und Gegenwind durch den stärkeren Eurokurs gegenüber dem US-Dollar. Auf Grund dieser Rahmenbedingungen soll der Konzernumsatz um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigen. Das EBITDA soll weiter wachsen und um einen mittleren einstelligen Prozentsatz über dem Vorjahr liegen. Die EBITDA-Marge erwartet WACKER leicht über dem Vorjahr. Die Investitionen werden mit rund 470 Mio. € deutlich höher sein als im Vorjahr, vor allem um das Wachstum im Geschäftsbereich WACKER SILICONES begleiten zu können. Die Abschreibungen liegen mit rund 550 Mio. € deutlich unter Vorjahr. Beim Konzernjahresüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten rechnet WACKER mit einem deutlichen Anstieg. Der Netto-Cashflow soll deutlich positiv sein, auf Grund der höheren Investitionen aber deutlich unter dem Vorjahr liegen. Die Nettofinanzschulden werden auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.

Hinweis für die Redaktionen: Der Bericht zum 1. Quartal 2018 steht auf den Internet-Seiten von WACKER (www.wacker.com) unter Investor Relations zum Download zur Verfügung.

Eckdaten WACKER-Konzern
Mio. € Q1 2018 Q1 2017 Veränd.
in %
Umsatz 1.217,6 1.218,8 -0,1
EBITDA 254,5 229,3 11,0
EBITDA-Marge % 20,9 18,8 -
EBIT 121,7 73,2 66,3
EBIT-Marge % 10,0 6,0 -
 
Finanzergebnis -16,9 -23,6 -28,4
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 104,8 49,6 >100
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 79,1 31,2 >100
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten - 634,7 -
Periodenergebnis 79,1 665,9 -88,1
 
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten 1,52 0,59 >100
Ergebnis je Aktie € 1,52 13,19 -88,5
Investitionen 69,2 46,7 48,2
Abschreibungen 132,8 156,1 -14,9
Netto-Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten 168,0 53,2 >100
 
Mio. € 31.03.2018 31.03.2017 31.12.2017
Bilanzsumme 7.108,3 7.369,0 6.835,7
Eigenkapital 3.161,8 3.220,1 3.169,3
Eigenkapitalquote (%) 44,5 43,7 46,4
Finanzverbindlichkeiten 1.076,7 1.426,6 1.001,6
Nettofinanzschulden 302,4 687,4 454,4
 
Mitarbeiter (Anzahl am Stichtag) 13.983 13.594 13.811

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür.

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