WACKER startet Produktion pyrogener Kieselsäure in den USA

  • PRODUKTIONSANLAGE VERFÜGT ÜBER 13.000 TONNEN JAHRESKAPAZITÄT

  • 150 MIO. US-DOLLAR-INVESTITION SCHLIESST STOFF-KREISLÄUFE, ERGÄNZT WERTSCHÖPFUNGSKETTE UND SCHAFFT 50 NEUE ARBEITSPLÄTZE AM STANDORT CHARLESTON

  • VORSTANDSVORSITZENDER RUDOLF STAUDIGL: „DIESE ANLAGE IST DER NÄCHSTE LOGISCHE SCHRITT, UM CHARLESTON ZU EINEM VOLL INTEGRIERTEN SILICIUMSTANDORT IM ZWEITGRÖSSTEN CHEMIEMARKT DER WELT AUSZUBAUEN“

München / Charleston, 02.10.2019

Der Münchner Chemiekonzern WACKER hat heute an seinem Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee eine Anlage zur Herstellung pyrogener Kieselsäure offiziell in Betrieb genommen. Gäste aus Politik und Wirtschaft wohnten den Feierlichkeiten bei. Die Anlage besitzt eine jährliche Produktionskapazität von 13.000 Tonnen. WACKER wird diese Mengen sowohl für Verkaufszwecke als auch für die eigene Siliconproduktion nutzen. Hochdisperse pyrogene Kieselsäure ist ein wichtiger Formulierungsbestandteil bei der Siliconkautschuk-Herstellung. Die Investitionen für die neue Anlage belaufen sich auf rund 150 Mio. US-Dollar. Am Standort Charleston entstehen dadurch 50 neue Arbeitsplätze.

Charleston HDK plant
Blick auf die Produktionsanlagen für hochdisperse pyrogene Kieselsäure (links) und für Polysilicium (rechts) am Standort Charleston. Hochreines multikristallines Silicium fertigt der WACKER-Konzern im US-Bundesstaat Tennessee seit 2016. (Photo: WACKER)

Bisher produzierte WACKER hochdisperse Kieselsäure an den deutschen Standorten Burghausen und Nünchritz sowie im chinesischen Zhangjiagang. Mit der Inbetriebnahme der Anlage in Charleston ist der Konzern nun in der Lage, Kunden auf dem amerikanischen Kontinent direkt mit pyrogener Kieselsäure der Marke HDK® zu versorgen. „Die zusätzlichen Kapazitäten stärken unsere Marktposition als einer der weltweit führenden Hersteller von pyrogenen Kieselsäuren und helfen uns dabei, die wachsende Nachfrage unserer Kunden zu begleiten“, erläutert WACKER-Vorstandschef Rudolf Staudigl.

Charleston HDK packaging
Die neue Abfüllanlage für hochdisperse Kieselsäure am Standort Charleston. Hier wird das Produkt vollautomatisch in sogenannte Big Bags verpackt. (Photo: WACKER)

Die neue Anlage schließt außerdem Stoffkreisläufe und verbessert die Wertschöpfung am Standort. Seit 2016 produziert WACKER in Charleston Polysilicium. Bei der Herstellung fällt als wichtigstes Nebenprodukt Tetrachlorsilan an. Dieser Stoff kann entweder umgewandelt und wieder in den Produktionskreislauf eingespeist oder wertschöpfend zu HDK® weiterverarbeitet werden.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage verfügt das Werk Charleston über einen integrierten Produktionsverbund, wie ihn WACKER bereits an seinen deutschen Standorten Burghausen und Nünchritz mit großem Erfolg betreibt. Dieser Verbund ermöglicht maximale Flexibilität bei der Aufarbeitung von Tetrachlorsilan, vermeidet die Entsorgung von Nebenanfällen und steigert so die Wirtschaftlichkeit des gesamten Produktionsverbundes. „Diese Anlage ist der nächste logische Schritt, um Charleston zu einem voll integrierten Siliciumstandort im zweitgrößten Chemiemarkt der Welt auszubauen“, unterstreicht Staudigl die strategische Bedeutung der Investition.

Charleston HDK lab
Der Standort Charleston verfügt über eigene Entwicklungslabors für pyrogene Kieselsäure. Hier können Rezepturen gezielt an die Kundenbedürfnisse in der Region angepasst werden. (Photo: WACKER)

Zum neuen Betrieb gehören neben hochmodernen Abfüll- und Verpackungsanlagen auch Test- und Entwicklungslabors sowie Trainingsräume für die firmeneigene WACKER ACADEMY. Dort können Kunden im Rahmen von Seminaren, Trainings und praktischen Übungen Einblicke in die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten hochdisperser Kieselsäure gewinnen. „In unseren neuen Labors können wir Rezepturen und Anwendungen für Kunden auf dem gesamten Kontinent entwickeln und testen. Ziel ist es, die Produkte unserer Kunden durch die Verwendung unserer pyrogenen Kieselsäure nachhaltig zu verbessern“, sagte David Wilhoit, Leiter der US-Tochtergesellschaft Wacker Chemical Corporation, im Rahmen der Feierlichkeiten.

Über HDK® pyrogene Kieselsäure

WACKER ist einer der führenden Hersteller pyrogener Kieselsäure (Markenname HDK®). Produziert wird das äußerst vielseitig einsetzbare Pulver in Deutschland (Standorte Burghausen und Nünchritz), am chinesischen Standort Zhangjiagang und jetzt auch in Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Pyrogene Kieselsäure besteht aus hochreinem, amorphem Siliciumdioxid. Das Pulver wird als Verstärkungsmittel in der Siliconkautschuk-Herstellung, als Additiv zur Steuerung des Fließverhaltens von Lacken, Klebstoffen, UP-Harzen und Plastisolen oder als Rieselhilfe eingesetzt, etwa in der Kosmetik-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie.

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Charleston HDK packaging

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Die neue Abfüllanlage für hochdisperse Kieselsäure am Standort Charleston. Hier wird das Produkt vollautomatisch in sogenannte Big Bags verpackt. (Photo: WACKER)

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Charleston HDK plant

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Blick auf die Produktionsanlagen für hochdisperse pyrogene Kieselsäure (links) und für Polysilicium (rechts) am Standort Charleston. Hochreines multikristallines Silicium fertigt der WACKER-Konzern im US-Bundesstaat Tennessee seit 2016. (Photo: WACKER)

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Der Standort Charleston verfügt über eigene Entwicklungslabors für pyro-gene Kieselsäure. Hier können Rezepturen gezielt an die Kundenbedürf-nisse in der Region angepasst werden. (Photo: WACKER)

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