Glasklebetechnik

Poesie aus Licht und Farbe

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GlasklebetechnikGlasklebetechnik


Poesie aus Licht und Farbe

Glas, einer der ältesten Werkstoffe des Menschen, inspiriert bis zum heutigen Tag Architekten und Glaskünstler dazu, mit Licht und Farbe zu spielen. Mit Siliconklebern von WACKER sind ihren Ideen dabei kaum noch Grenzen gesetzt.
Der Glasmacher Hans Gamm bläst die geschmolzene Glasmasse zu einem Ballon auf.
„Die Transparenz und der Zusammenklang von Glas mit Licht und Farbe faszinieren mich immer wieder“, sagt Tina Jacobs.
Die Bremerin hat zusammen mit anderen Glaskünstlern aus Niedersachsen an einer Aktion der Glashütte Lamberts teilgenommen. Das oberpfälzische Unternehmen fertigt Tafelglas nach alter Tradition: manuell und mundgeblasen.
Das Oberlichtband der Künstlerin Tina Jacobs besteht aus vier Schichten: einem Trägerglas, darauf Crackled-Glas, auf das farbige Glasstücke geklebt sind. Darauf wiederum stehen Bögen aus Opalglas.
Die Glasmacherei geht von ganz einfachen Grundstoffen aus: nämlich von Sand, Soda und Kalk, die bei 1.500 Grad Celsius zu farblosem Glas verschmelzen.
Farbe entsteht durch verschiedene Metalloxide, die der Schmelze beigemengt werden. 5.000 verschiedene Farbnuancen kann Lamberts herstellen – für diese Kompetenz ist das Unternehmen weltweit bekannt.
SilGel® 612 ist gießbar und deshalb besonders einfach zu verarbeiten.
Glaskunst – als Glasmalerei oder in der sogenannten Bleiverglasung – hat bereits im Mittelalter einen Höhepunkt erlebt. Im 20. Jahrhundert wurde sie von dem berühmten amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright neu entdeckt.
Seither erlebt farbiges Glas auch in Europa eine Renaissance – nicht nur in Kirchen, sondern auch in öffentlichen Bauwerken, Hallen, Kliniken oder Flughäfen.
Vorsichtig werden die zu verklebenden Glasstücke auf das Trägerglas gelegt.

Moderne Klebetechnik

Neue Möglichkeiten hat dabei die Klebetechnik eröffnet. „Mit Silicon-Klebesystemen von WACKER haben wir gute Erfahrungen gemacht“, sagt Jürgen Reisländer, bei Lamberts zuständig für Vertrieb und Seminare.
„Weil Silicone farblos und klar sind, fügen sie sich unauffällig in das Objekt ein und vergilben nicht. Auch für Außenanwendungen sind sie deshalb gut geeignet.“
Um die Klebetechnik bekannt zu machen, organisiert Reisländer regelmäßig Informationstage, Aktionen und Ausstellungen für Glaskünstler. „Glaskunst ist nicht nur für große öffentliche Gebäude geeignet“, meint er. „Auch in Privathäusern kann sie Akzente setzen, zum Beispiel durch farbige Fenster, Türen oder Stellwände.
Die Klebetechnik lässt viele Möglichkeiten zu.“ Dr. Klaus Pohmer, als Vertriebsleiter der DRAWIN Vertriebs-GmbH für Silicone zuständig, fügt schmunzelnd hinzu: „Glas und Silicone sind sich chemisch sehr ähnlich. Was also liegt näher, als beide zu verbinden – wie Sand und Soda, wie Licht und Farbe.“

Glas: Erstarrte Flüssigkeit

Das Grundrezept für Glas ist denkbar einfach: Fein vermahlener Quarzsand (Siliciumdioxid), Soda (Natriumcarbonat) und Kalk (Calciumcarbonat) werden vermischt und bei über 1.400 Grad Celsius geschmolzen. In der Hitze wandeln sich die Carbonate chemisch zu Oxiden um, dabei entweicht Kohlendioxid. Beim Abkühlen wird die Schmelze zunehmend zähflüssiger; die Mischung erstarrt schließlich, ohne jedoch zu kristallisieren.

Fachleute sprechen auch von einer unterkühlten Schmelze. Spezialgläser haben eine besondere Rezeptur und können auch andere Stoffe enthalten, etwa Pottasche (Kaliumcarbonat, das früher aus Pflanzenasche gewonnen wurde), Uran- oder Bleioxid.

Das besonders hitzebeständige Quarzglas zum Beispiel besteht aus reinem Siliciumdioxid. Bleiglas hat einen besonders hohen Anteil an Bleioxid. Seine Leuchtkraft beruht auf der starken Lichtbrechung, die durch einen speziellen Schliff noch stärker zur Geltung kommt. Besonders bleireich ist Strass, der – kunstvoll geschliffen – fast wie ein Diamant funkelt. Es wird deshalb in der Schmuckindustrie verwendet. Farbiges Glas entsteht durch Zugabe geringer Mengen von Metalloxiden zur Schmelze.

So färbt Kobalt blau, Nickel violett, Chrom und Uran färben grün, Kupfer rot oder grün, Eisen grün oder braunrot – abhängig von der chemischen Wertigkeit des Metalls. Durch kolloidales, also feinst verteiltes Gold entsteht das leuchtend rote Goldrubinglas. Kolloidales Silber färbt gelb.

Gläser wurden schon vor 4.000 Jahren im Vorderen Orient benutzt; die Römer übernahmen die Technik und brachten sie nach Europa. Bis in die Neuzeit blieb das Herstellungsverfahren praktisch unverändert. Glashütten siedelten sich vor allem in waldreichen Gegenden an, wo Holz als Brennstoff für die Glasschmelze reichlich vorhanden war, so in der Oberpfalz und in Niederbayern, im Schwarzwald oder im Spessart.

DRAWIN: Der Draht zum Kunden

Um Kundenanfragen nach Siliconprodukten zuverlässig und flexibel zu bedienen, wurde 1987 die Vertriebsgesellschaft DRAWIN gegründet. DRAWIN ist Fachhändler in den Bereichen Formenbau („Moldmaking“) sowie Beschichten, Dichten, Kleben und Vergießen („Industrial Solutions“).

Neben dem Vertrieb von Siliconen in Kleinverpackungen bietet DRAWIN auch Sonderabfüllungen für die Bedienung spezieller Verpackungsanforderungen an. Dazu Vertriebsleiter Dr. Klaus Pohmer: „Wir liefern für jede Anwendung das geeignete Silicon in jeder gewünschten Verpackung.“ Die 100-prozentige WACKER-Tochter hat ihren Sitz in Ottobrunn bei München.