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Spritzbeton im Salzbergwerk

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Spritzbeton im Salzbergwerk

Manchmal muss man Visionen haben – so wie die Anwendungstechniker von WACKER in Burghausen. Sie mischten neuartige Polymere in Beton – und leisteten so einen wichtigen Beitrag beim Bau des Clara-Stollens im Salzbergwerk Stetten.
Der Vergleich der trocknenden Wände zeigt den Vorteil des mit Polymeren vergüteten Spritzbetons gegenüber dem feuchtfleckigen Standardbeton.
Das Salzbergwerk Stetten liegt 80 Kilometer von Stuttgart entfernt, im äußersten Südwesten Baden-Württembergs. Über zehn Quadratkilometer erstrecken sich die nahezu weißen Salzgewölbe unter der Erde.
Am Anfang des Bergwerks vor 150 Jahren stand die Speisesalzproduktion, später kam Chemiesalz. Einen Großteil des geförderten Salzes liefern die Stettener an das WACKER-Werk in Burghausen, wo aus dem Natriumchlorid durch Elektrolyse Chlor gewonnen wird.
Chlor ist bei zahlreichen chemischen Prozessen, etwa bei der Herstellung von Siliconen oder hochreinem Silizium, als Baustein im Produktionsprozess unverzichtbar.
Christine Köster von WACKER und Alfred Höllerbauer, Bergwerkdirektor des Salzbergwerks Stetten, besprechen vor der Tunneleinfahrt geplante Versuche.

Weniger Rückprall

Heute fördert Stetten rund 500.000 Tonnen Steinsalz pro Jahr, das nicht nur als Industrie-, sondern auch als Streusalz Verwendung findet. Zur Standortsicherung, bei der die Hohlräume, die durch die Produktion entstehen, an anderer Stelle mit geeignetem mineralischem Material verfüllt werden, war eine weitere Zufahrt ins Bergwerk nötig.
Um die Wände dieses Tunnels auf etwa 40 Metern gegen das Grundwasser abzudichten, kam ein neuartiger, veredelter Spritzbeton zum Einsatz, der von WACKER-Anwendungstechnikern in Burghausen entwickelt wurde. Ursprünglich nur zu Testzwecken im Tunnel verwendet, wurde schnell klar, dass dieser neue, mit Polymeren vergütete Spritzbeton eine ideale Lösung ist, um den Stollen zusätzlich gegen Wasser abzudichten – und damit noch sicherer zu machen.
Die Dumper stehen Schlange, um den Abraum aus dem Tunnel herauszufahren.

Ideal zum Abdichten

Der mit ETONIS vergütete Spritzbeton ist etwas zäher als herkömmliches Material, geschmeidiger in der Verarbeitung und hat deutlich weniger Rückprall. Nach dem Spritzen mit ETONIS-vergütetem Beton lag nur noch etwa die Hälfte des Rückprall-Abfalls auf dem Tunnelgrund. Zudem haftet der vergütete Spritzbeton noch besser an den nassen Wänden.
Um diesen hochwertigen Baustoff herzustellen, muss der Basis-Beton mit ETONIS-Dispersion vermischt werden. Und auch in dieser Beziehung hat der Praxiseinsatz gezeigt, dass der mit Polymeren angereicherte Beton baustellentauglich ist. Ein mobiles Betonwerk, wie es häufig auf Tunnelbaustellen eingesetzt wird, kann innerhalb weniger Stunden auf einen mit ETONIS vergüteten Beton umstellen.
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