Cystein

Ausgezeichnete Cystein-Herstellung

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Creating Tomorrow's Solutions

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Ausgezeichnete Cystein-Herstellung

Der Umweltpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie geht in diesem Jahr an WACKER. Das Unternehmen wird damit für die Entwicklung eines innovativen Herstellungsverfahrens für die Aminosäure L-Cystein geehrt. Es basiert auf nachwachsenden Rohstoffen und kommt ohne organische Lösungsmittel aus.
Das nachhaltige Wirtschaften ist eines von zehn Unternehmenszielen des WACKER-Konzerns. Die schon lange bestehenden Aktivitäten in diesem Bereich hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) jetzt mit einer hohen Auszeichnung gewürdigt: dem BDI-Umweltpreis, der alle zwei Jahre vergeben wird.
Eine unabhängige Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltschutzverbänden hatte fünf Projekte aus den Bereichen „Kreislaufwirtschaft“, „Umweltfreundliche Produkte“ und „Umweltfreundliche Technologien“ für den renommierten Preis ausgewählt.
Das Bild zeigt die stäbchenförmigen E.-Coli-Bakterien und die rosettenförmig angelagerten Cysteinkristalle.

Wegweisende Herstellung

Eine dieser innovativen Technologien ist das Verfahren, das Forscher bei WACKER entwickelt haben. Es revolutioniert die Herstellung eines Produkts, von dem im Jahr weltweit einige tausend Tonnen benötigt werden: L-Cystein.
Diese Aminosäure ist eine Feinchemikalie mit vielfältigen Anwendungen vor allem in der Pharma- und der Lebensmittelbranche. Gerade für sie ist das bisher weltweit überwiegende Herstellungsverfahren äußerst problematisch: Der überwiegende Teil des L-Cysteins wird vor allem in China gewonnen, indem Haare, Federn oder Schweineborsten in großen Mengen konzentrierter Salzsäure aufgelöst werden.
Das schadet nicht nur der Umwelt. Es besteht auch die Gefahr, dass Erreger wie das Vogelgrippe-Virus auf diese Weise verbreitet werden.
WACKER hat deshalb 2002 einen anderen Weg bei der Herstellung von L-Cystein eingeschlagen. Seit diesem Zeitpunkt wird die Aminosäure mit Hilfe der Biotechnologie produziert.
Während bei der herkömmlichen Methode 27 Kilogramm Salzsäure für jedes Kilogramm L-Cystein eingesetzt werden müssen, kommt WACKER mit einem Kilogramm Säure aus. Ferner werden keinerlei organische Lösungsmittel benötigt, und nicht zuletzt basiert das Produkt auf nachwachsenden Rohstoffen.
„Dieser Preis unterstreicht einmal mehr den hohen Stellenwert, den Innovation, Umweltschutz und Nachhaltigkeit seit jeher im WACKER-Konzern genießen“, freute sich Dr. Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG bei der Preisverleihung.
Auch wirtschaftlich hat sich die Innovation für WACKER längst ausgezahlt: In 50.000-Liter-Fermentern produziert das Unternehmen einige hundert Tonnen L-Cystein jährlich und deckt damit bereits etwa 15 Prozent des Weltbedarfs.