WACKER zählt heute mit jährlichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von rund fünf Prozent des Umsatzes zu den zehn forschungsintensivsten Chemieunternehmen weltweit. Diese hohe Forschungsquote sichert langfristig den Erfolg der WACKER-Geschäftsfelder hinsichtlich Technologieorientierung und Wirtschaftlichkeit.
Ein Erfolg mit Tradition seit mehr als hundert Jahren. Das 1903 von Alexander Wacker gegründete Consortium für elektrochemische Industrie schuf ein innovatives Forum für Wissenschaftler und deren Neugier, Kreativität und Erfindergeist. Rund 800 Patente sind das beeindruckende Ergebnis dieser zentralen Forschungsgesellschaft von WACKER im Lauf der Jahrzehnte. Damals wie heute zeichnet die entwickelten Stoffe und Verfahren ein hoher Nutzen für die Wirtschaft und für den Einzelnen aus.
Die so gewonnenen wissenschaftlichen Meilensteine waren und sind Grundlagen für eine Vielzahl von lösungsorientierten Anwendungen für unterschiedlichste Branchen. Die Weitsicht für ökonomische, ökologische und soziologische Entwicklungen im Kontext industrieller Verwertbarkeit, stellt neben der Wissenschaft den wirtschaftlichen Faktor in dieser Gleichung. Die weltweite Bedeutung der Wacker Chemie AG in ihren Unternehmensbereichen Siltronic AG, WACKER SILICONES, WACKER POLYMERS, WACKER BIOSOLUTIONS und WACKER POLYSILICON unterstreicht diese strategische Ausrichtung.
Auf die Acetylenchemie Anfang des letzten Jahrhunderts folgte in den 60er Jahren der Durchbruch in der Petrochemie mittels des so genannten WACKER-Verfahrens, der Direktoxydation von Ethylen zu Acetaldehyd. Nach den klassischen Arbeitsbereichen Katalyse, Polymere und Organische Synthese, erobert seit Beginn der Achtzigerjahre die Biotechnologie neue Märkte.
Von wegweisenden Entwicklungen für Lösungsmittel, Reinigungs- und Entfettungsprodukten, Vinylpolymeren, Kunststoffweichmacher, Lacken und Hochleistungsfasern über die Synthesen von naturidentischen Duft- und Aromastoffen, Pflanzenschutzmitteln, flüssigkristallinen Pigmenten und Polymeren, chiralen Bausteinen für Pharmazeutika, Cyclodextrinen und Enzymen bis hin zur Forschung unnatürlicher Aminosäuren und Pharmaproteinen für Medikamente im Bereich der Immunologie, Onkologie und Kardiologie, sind die Labors in München-Sendling Ausgangsbasis für nachhaltige Produktentwicklungen und kundenspezifische Problemlösungen.