Rubber Phantom

Auf der Spur elektromagnetischer Strahlen
Mobile Kommunikation schwirrt durch die Luft. Und sie beeinflusst unsere Körper. Ob sie uns schadet, ist umstritten, aber um Schäden möglichst auszuschließen, müssen Mobilfunkgeräte an Phantomkörpern geprüft werden. Diese sollen dem menschlichen Körper noch ähnlicher werden, als derzeitige Modelle es sind. Asahi Rubber Inc. in Fukushima, Japan, hat nun ein neues Phantomkonzept entwickelt – basierend auf WACKER-Silicon.

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Naofumi Otsuki ist bei Asahi Rubber Inc. in Fukushima, Japan, für die Rubber Phantome verantwortlich.
Rubber Phantom ist ein durchschnittlicher Japaner – männlich, 30 Jahre alt und 165 Zentimeter groß – allerdings aus einem glasfaserverstärktem Kunststoffskelett und Spezialsilicon von WACKER.
Zehn solcher Puppen stehen beim Industriegummi-Hersteller Asahi Rubber Inc. im japanischen Fukushima. An diesen Rubber Phantomen sollen Hersteller von Mobiltelefonen die Stärke der elektromagnetischen Strahlung messen, die von ihren Geräten ausgeht. Üblicherweise wird die Strahlung von Mobiltelefonen mit speziellen Kopfmodellen überprüft. Aber in Japan telefonieren viele Menschen mit ihren Mobiltelefonen nicht nur, sondern versenden auch E-Mails.
Daher müssen die Hersteller von Mobiltelefonen den Einfluss der elektromagnetischen Strahlung an menschlichen Ganzkörpermodellen prüfen.

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Im Labor machen die Experten von Asahi Rubber aus dem WACKER-Silicon einen High-Tech-Werkstoff.
Kohlschwarz – mehr als Farbe
Die Phantome sind schwarz wie Kohle. Die Farbe entsteht, wenn Kohlenstoff-Nanoröhrchen und Carbon Black in das Basissilicon ELASTOSIL® M4641J von WACKER gemischt werden. Diese Nanopartikel verbessern die Eigenschaften des Silicons und machen die drei Zentimeter dicke Schicht aus schwarzem Gummi zu einem fast perfekten Abbild des menschlichen Gewebes – bezogen auf elektromagnetische Strahlung. Die Phantome stehen also den Herstellern von Geräten Modell und helfen so bei der Entwicklung und Ausführung von neuen Geräten, bevor sie auf den Markt gebracht werden.

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Naofumi Otsuki von Asahi Rubber und Tomoaki Tsukui von WACKER (rechts) mit einem Phantom.
Mit diesen neuen Phantomen lässt sich messen, was bislang nicht möglich war. Etwa welche Auswirkungen die Strahlung hat, wenn mehrere Geräte in der Hand gehalten werden. Außerdem liefern die Ganzköperphantome reproduzierbare und auf den gesamten menschlichen Körper übertragbare Ergebnisse.
Die Phantome, die bislang für die Messung der Strahlenbelastung am Kopf verwendet wurden, sind mit einer Flüssigkeit gefüllt – unpraktisch für Ganzkörpermodelle. Die Alternative aus Keramik, ist sehr schwer und unflexibel. Für den sitzenden E-Mail Schreiber benötigen die Hersteller dann ein anderes Modell als für den Flanierer.
Der leichtgewichtige, schwarze Durchschnittsmanager mit der drei Zentimeter WACKER-Gummihaut löst diese Probleme und wird bereits bei Mobiltelefonherstellern, Universitäten und Forschungseinrichtungen eingesetzt.