VINNAPERL®

Funkelnde Kleider für die Wand

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Funkelnde Kleider für die Wand
Funkelnde Kleider für die Wand

Die klassische Tapete hat sich längst zum Kunstobjekt gewandelt. Nicht zuletzt dank innovativer Kunststoffkügelchen von WACKER – VINNAPERL®.
Ullrich Eitel, Geschäftsführer der marburger Tapetenfabrik (links) und Prof. Luigi Colani beim Signieren einer Druckwalze für einen Tapetenentwurf
Allen Jones, Karim Rashid und Niki de Saint Phalle und viele weitere große Künstler, die in der internationalen Designerszene Rang und Namen haben, entwarfen bereits Kollektionen für das Traditionsunternehmen Marbuger Tapetenfabrik J.B. Schaefer GmbH & Co. KG, kurz „marburg“ genannt.
Mit dem Designer Ulf Moritz wagte sich marburg vor drei Jahren auf ein neues Feld: „Ulf Moritz hat es geschafft die Tapete als Dekorationselement dreidimensional auszudehnen“, sagt Ullrich Eitel, geschäftsführender Gesellschafter von marburg, nicht ohne Stolz.
Die grundlegende Idee dafür entstammt den kreativen Kräften im eigenen Haus: Eine Applikation auf der Tapete sollte dazu dienen, spezielle Lichteffekte zu erzeugen und der Wandbekleidung eine völlig neue „bis dahin noch nicht bekannte“ Optik zu vermitteln.
Ein Tapete mit VINNAPERL® aus der marburg-Kollektion.
Dazu brauchten die Designer kleine kugelige Kunststoffteilchen, denen auch der Herstellungsprozess der Tapeten nichts anhaben konnte. So inspirierten sie im Jahr 2004 bei den Materialspezialisten von WACKER die Idee zu VINNAPERL®: Winzige Kügelchen aus einem Polyvinylacetat (PVAc) mit besonderen Eigenschaften. Es besitzt eine einzigartige optische Brillanz und behält seine Transparenz auch bei Temperaturen von bis zu 200 Grad Celcius.
WACKER-Sales-Manager Andreas Eidens und Ullrich Eitel prüfen Tapetenmuster mit VINNAPERL®

Design an der Wand

Die Perlen werden bei der Tapetenproduktion auf eine vorher im Muster mit Kleber behandelte Bahn gestreut – die hochkomplexe Streutechnik für die PVAc-Kügelchen hat marburg selbst entwickelt. Danach durchläuft die Tapete einen etwa 40 Meter langen Trocknungstunnel.
Daran schließt sich eine Kühlstrecke an. Das Ergebnis:
Eine mit reichen Ornamenten verzierte Tapete, die imposante Lichteffekte im Haus erzeugt. „Es entsteht eine Spannung zwischen Haptik und Optik, in Verbindung mit einem besonderen Lichtspiel“, erklärt der Wandbekleidungsexperte Eitel.
Wer demnächst also eine Tapete, oder besser eine Wandbekleidung sieht, die besonders interessante Lichteffekte aufweist, kann sicher sein, auch sie ist durch die Druckmaschinen der Marburger Tapetenfabrik gelaufen.

Traditionsreiche Gestaltungsform

Wandgestaltung und -schmuck sind so alt wie die Menschheit. Eindrucksvolle Fels- und Höhlenbilder künden vom Leben in der Urzeit. Mosaiken aus Pompeji, griechische und römische Fresken gelten wegen ihrer weltlichen Inhalte als frühe Beispiele der Raumdekoration.

Wandbekleidungen aus geprägtem vergoldetem Leder oder wertvollen Stoffen waren seit dem Mittelalter Attribute vornehmen Lebensstils.

Die ersten bedruckten Wandpapiere für bürgerliche Haushalte entstammen dem 14. Jahrhundert. In französischen und englischen Papiermanufakturen entstanden als Vorläufer der Tapete die so genannten Dominotiers.

Sie wurden schon im 17. Jahrhundert gedruckt und hatten Rapportmuster, die eine fortlaufende Flächengestaltung erlaubten.

Der Franzose J. B. Reveillon gilt als Wegbereiter der industriellen Tapetenproduktion, er bedruckte erstmals ganze Rollen im Stück. Das Industriezeitalter der Tapete begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem Rotationsdruck.