Editorial - Wacker Chemie AG


Editorial

Die Chemie als Innovationstreiber

Dr. Rudolf Staudigl
Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG

2011 war für die chemische Industrie ein besonderes Jahr: Es war das von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Jahr der Chemie. Für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Wirtschaftsstandorts Deutschland und für die steigende Lebensqualität weltweit ist die Chemie maßgeblich verantwortlich. Über 400.000 Menschen arbeiten in Deutschland in der chemischen Industrie. Jedes Jahr investieren die Unternehmen mehr als acht Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung – das entspricht 16 Prozent der gesamten FuE-Ausgaben in Deutschland. Daran hat auch WACKER seinen Anteil. Mit einer FuE-Quote von 3,5 Prozent des Gesamtumsatzes gehört die Wacker Chemie AG zu den forschungsintensiven Chemieunternehmen der Welt.

Die Chemie ist noch vor dem Maschinenbau der wichtigste Technologie-Impulsgeber in Deutschland. Innovationen in unserer Branche stoßen regelmäßig Folgeinnovationen in anderen Branchen an. Die vielen tausend Siliconprodukte von WACKER kommen in der Automobilindustrie ebenso zum Einsatz wie bei der Energieübertragung und in der Medizintechnik. Wir bei WACKER sind bestrebt, diese Produkte ständig weiterzuentwickeln und für neue Anwendungen fit zu machen. Fast ein Viertel ihres Umsatzes macht die Wacker Chemie AG darüber hinaus mit Newcomer-Produkten, die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gebracht wurden.

Ohne die Chemie können wir die großen globalen Herausforderungen der Zukunft nicht lösen. Wir brauchen die Chemie, um die Menschheit in den rasch wachsenden Mega¬städten mit sauberem Wasser und guten Nahrungsmitteln in ausreichender Menge zu versorgen und um Krankheiten zu behandeln. Wir brauchen die Chemie, um Energie einzusparen, nachhaltig zu erzeugen und zu speichern. Das UN-Jahr der Chemie hat ganz sicher dazu beigetragen, den Beitrag der Chemie zum Klimaschutz herauszustellen. Über ihre gesamte Lebenszeit gerechnet, sparen viele Chemieprodukte mehr als doppelt so viele Treibhausgas-Emissionen ein, als ihre Produktion verursacht. So eine Studie des Weltchemieverbandes ICCA. Polysilicium von WACKER in Photovoltaik-Modulen dient zur Erzeugung sauberen Stroms; und unsere VAE-Dispersionen tragen in Wärmedämmverbundsystemen dazu bei, Heizkosten zu verringern.

Und nicht nur bei ihren Produkten, auch in ihren Produktionsverfahren ist die chemische Industrie bestrebt, ihren Beitrag zu einer nachhaltigeren Lebens- und Wirtschaftsweise ständig zu verbessern. Allein die deutschen Chemieunternehmen reduzierten seit 1990, trotz einer Produktionssteigerung von 58 Prozent, den Treibhausgasausstoß um ein Drittel. Die chemische Industrie wird weiter ein Motor dafür sein, neue und bessere Produkte auf den Markt zu bringen, und dies mit geringerem Ressourceneinsatz. WACKER wird seinen Beitrag auch in Zukunft dazu leisten.

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