Was sich in der Elektronikindustrie bereits bestens bewährt hat, könnte sich künftig auch bei den Isolierstoffen für die Hochspannungstechnik durchsetzen: die UV-Vernetzungstechnologie von WACKER. Im Gegensatz zu konventionellen Siliconelastomeren, die thermisch vernetzen, wird der Vernetzungsprozess der UV-Silicone lediglich durch die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht aktiviert. Die anschließende Vernetzung verläuft selbstständig.
Die neue Technologie hat zahlreiche Vorteile: UV-Silicone vernetzen rasch, die Vernetzung lässt sich durch die Wahl der Prozessparameter flexibel an die Bedürfnisse des Verarbeiters anpassen. Weiterer Vorteil: Bei der Vulkanisation werden keine Spaltprodukte freigesetzt. Nachdem seit kurzem auch die neuen POWERSIL® UV-Silicone mit dieser innovativen Technologie ausgestattet werden, stehen deren Vorzüge nun auch der Mittel- und Hochspannungsindustrie zur Verfügung.
Siliconelastomere eignen sich hervorragend als Isolierstoff für die Hochspannungstechnik und werden z.B. im Verbund mit glasfaserverstärkten Epoxidharzteilen zur Herstellung von Langstab- oder Hohlisolatoren verwendet. Kabelgarnituren, Verbindungsbauteile für Schaltanlagen, Überspannungsableiter und Durchführungen sind andere wichtige Anwendungen, bei denen die sehr guten elektrischen Eigenschaften, das ausgeprägte Hydrophobieverhalten und die Beständigkeit und Witterungsstabilität ausgenutzt werden.
Mit der Nutzung von UV-aktivierbaren Siliconelastomeren in der Hochspannungstechnik können Entwickler nicht nur höhere Geschwindigkeiten bei den Fertigungsprozessen erzielen. Da solche Silicone bereits bei Raumtemperatur zügig aushärten, erlaubt POWERSIL® UV auch eine kosten- und energieeffiziente Verarbeitung.
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