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WACKER unverändert auf Wachstumskurs

  • KONZERNUMSATZ WÄCHST IM 1. QUARTAL 2008 UM 8 PROZENT AUF 1,02 MRD. €
  • EBITDA LEGT UM 10 PROZENT AUF 291 MIO. € ZU
  • EBITDA-MARGE STEIGT AUF 28,6 PROZENT
  • ERGEBNIS JE AKTIE WÄCHST UM 14 PROZENT AUF 2,63 €
  • FÜR GESAMTJAHR 2008 UMSATZWACHSTUM VON DEUTLICH ÜBER 10 PROZENT ERWARTET, EBITDA SOLL WEITER STEIGEN

München, 30.04.2008

Die Wacker Chemie AG ist nach dem Rekordjahr 2007 gut in das Jahr 2008 gestartet. In einem schwierigen Umfeld hat der Münchner Chemiekonzern in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres Umsatz und Ertrag im Vergleich zum 1. Quartal 2007 weiter gesteigert. Höhere Absatzmengen und Preise hoben den Konzernumsatz im 1. Quartal 2008 auf 1.019,5 (Vj. 943,7) Mio. €. Dies ist ein Plus von 8 Prozent. Dazu hat der vollständige Erwerb der bisher als Joint Venture geführten Gesellschaft Air Products Polymers mit 4,5 Prozent beigetragen. Dagegen hat der schwächere US-Dollar das Wachstum um 6 Prozent gebremst. Trotz der stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten sowie deutlicher Belastungen aus Wechselkurseffekten erwirtschaftete der Konzern von Januar bis März 2008 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 291,1 (Vj. 265,5) Mio. €.

Dies sind 10 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die EBITDA-Marge erhöhte sich dadurch auf 28,6 (Vj. 28,1) Prozent. Wesentlichen Anteil an dieser Ertragssteigerung hatte das Geschäft mit polykristallinem Reinst¬silicium. Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON hat sein EBITDA im Vorjahresvergleich um 37,8 Mio. € verbessert und damit mehr als verdoppelt. Auch WACKER POLYMERS steigerte im
1. Quartal 2008 sein EBITDA. Hier betrug der Zuwachs 11 Prozent. WACKER SILICONES verzeichnete beim EBITDA ein Plus von 1 Prozent. Die Ergebnisbeiträge von Siltronic lagen weiterhin auf hohem Niveau, erreichten aber nicht die Werte des starken 1. Quartals 2007. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des 1. Quartals stieg im Konzern um 6 Prozent auf 198,7 (Vj. 187,9) Mio. €, das Konzernergebnis wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 130,6 (Vj. 114,5) Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt somit 2,63 € (Vj. 2,30 €), ein Plus von 14 Prozent. Für das Gesamtjahr 2008 rechnet der Münchner Chemiekonzern mit höheren Umsatz und Ertragszahlen. WACKER sieht weiterhin gute Chancen, in 2008 den Konzernumsatz um deutlich mehr als 10 Prozent zu steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll ebenfalls steigen.
„Trotz erheblicher konjunktureller Gegenkräfte liegen wir sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag auf einem soliden Wachstumskurs“, sagte Konzernchef Peter-Alexander Wacker am Mittwoch in München. „Wir sehen uns gut gerüstet, um die Herausforderungen der Märkte weiterhin erfolgreich zu meistern. Unser Produktportfolio trifft bei unseren Kunden auf eine anhaltend hohe Nachfrage, die durch wichtige Wachstumstrends wie Energieeffizienz, die zunehmende Digitalisierung und den wachsenden Wohlstand in Schwellen¬ländern gefördert wird. Mit dem laufenden Ausbau unserer Produktionskapazitäten schaffen wir die Voraussetzung, um weiter profitabel wachsen zu können.“

Regionen

Mit einem Umsatz von 345,6 (Vj. 291,7) Mio. € leistete Asien im 1. Quartal 2008 den größten Beitrag zum Wachstum des Konzerns. Der Anteil der Region am weltweiten Gesamtumsatz stieg auf 34 (Vj. 31) Prozent. Auf Platz 2 folgten die europäischen Länder außerhalb Deutschlands mit einem Umsatz von 260,8 (Vj. 265,8) Mio. €. In Deutschland erwirtschaftete WACKER von Januar bis März 2008 einen Umsatz von 215,3 (Vj. 180,2) Mio. €. Wachstumsstärkste Regionen waren im 1. Quartal 2008 Deutschland und Asien mit einem Umsatzplus von 20 bzw. 19 Prozent. In der Region Amerika ist der Umsatz in Landeswährungen um 10 Prozent gewachsen. In Euro gerechnet gingen die Umsatzerlöse aber mit 169,2 (Vj. 176,5) Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent zurück. In den übrigen Regionen erzielte WACKER von Januar bis März einen Umsatz von 28,6 (Vj. 29,5) Mio. €.

Netto-Cashflow und Investitionen

Der Netto-Cashflow des WACKER-Konzerns betrug im Berichtszeitraum -3,3 (Vj. 224,2) Mio. €. Ausschlaggebend für diesen Rückgang waren die stark gestiegenen Investitionen in die laufenden Ausbauprojekte des Konzerns, vor allem aber die Auszahlung für die Übernahme der Anteile an den bisherigen Gemeinschaftsunternehmen Air Products Polymers (APP) und Wacker Polymer Systems (WPS). Saldiert mit den liquiden Mitteln der erstmals einbezogenen APP-Gesellschaften beliefen sich die Ausgaben für diese Transaktion auf 173,4 Mio. €. Daneben hat WACKER im Berichtszeitraum 145,5 (Vj. 91,0) Mio. € in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen investiert. Erhaltene Kundenanzahlungen für künftige Polysilicium-Lieferungen haben dagegen den Netto-Cashflow im 1. Quartal 2008 mit rund 67 Mio. € positiv beeinflusst.
Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im 1. Quartal 2008 war mit 185,6 Mio. € der Geschäftsbereich WACKER POLYMERS. Neben den Aufwendungen für die Übernahme von APP und WPS flossen weitere Mittel des Geschäftsbereichs in Höhe von 12,2 (Vj. 9,6) Mio. € in den laufenden Aufbau der Produktionsanlagen, unter anderem am chinesischen Standort Nanjing. Um die Auslastung der von Air Products erworbenen Kapazitäten für Dispersionen weiter zu steigern, will sich WACKER POLYMERS beim Ausbau seiner Produktion in den USA künftig auf den Standort Calvert City (KY, USA) konzentrieren. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, den Standort South Brunswick (NJ, USA) im Jahr 2009 zu schließen. Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON hat im Berichtszeitraum seine Investitionen mit 77,7 (Vj. 33,4) Mio. € mehr als verdoppelt. Hier gingen die Mittel vor allem in den laufenden Ausbau der Produktionskapazitäten für polykristallines Reinstsilicium am Standort Burghausen.

Mitarbeiter

Durch die Inbetriebnahme neuer Produktionsanlagen und die Integration neuer Unternehmensteile erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten des WACKER-Konzerns zum Stichtag 31. März 2008 auf 15.660 (31. Dezember 2007: 15.044) Mitarbeiter. Davon arbeiteten an den deutschen Standorten des Konzerns 11.935 (31. Dezember 2007: 11.624 ) Mitarbeiter. Außerhalb Deutschlands beschäftigte WACKER zum Ende des 1. Quartals 2008 3.725 (31. Dezember 2007: 3.420) Mitarbeiter.

Geschäftsbereiche

Siltronic konnte im Berichtszeitraum mit einem Gesamtumsatz von 346,1 (Vj. 377,3) Mio. € den Rekordwert des 1. Quartals 2007 nicht ganz erreichen, übertraf jedoch den Umsatz des Vorquartals (343,2 Mio. €). Vor allem der starke Euro hat die Umsatzentwicklung gebremst. Währungsbereinigt erzielte Siltronic den bislang höchsten Quartalsumsatz in der Geschichte des Unternehmens. Während die Nachfrage nach 300 mm-Wafern im 1. Quartal 2008 leicht stieg, ging der Absatz von 200 mm-Wafern und kleinerer Durchmesser zurück. Im Gegenzug trugen Verkäufe von Einkristallen an die Solarindustrie verstärkt zur Umsatzentwicklung bei und haben die Marge positiv beeinflusst. Siltronic erwirtschaftete von Januar bis März 2008 ein EBITDA in Höhe von 114,0 (Vj 130,4) Mio. € und erzielte damit eine EBITDA-Marge von 32,9 (Vj 34,6) Prozent.
Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES verbesserte im 1. Quartal 2008 seinen Gesamtumsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund 4 Prozent auf insgesamt 360,3 (Vj. 348,0) Mio. €. Dieses Wachstum resultiert in erster Linie aus einer weiteren Steigerung der Absatzmengen, aber auch die im 4. Quartal 2007 angekündigten Preiserhöhungen wirkten sich positiv aus. Währungseffekte haben die Umsatzentwicklung hingegen belastet. Die stark gestiegenen Kosten für Rohstoffe wie Methanol und Silicium-Metall sowie der Einfluss des starken Euro haben die Ergebnisentwicklung gebremst. Dagegen haben Mengensteigerungen und höhere Preise die Ertragslage positiv beeinflusst. Das EBITDA für den Zeitraum Januar bis März 2008 beträgt 64,8 (Vj. 64,3) Mio. €. Damit ergibt sich für den Berichtszeitraum eine EBITDA-Marge von 18,0 (Vj. 18,5) Prozent.
Im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS erhöhte sich der Gesamtumsatz im 1. Quartal um 34 Prozent auf 198,5 (Vj. 148,7) Mio. €. Ursache dafür sind neben Mengensteigerungen und höheren Preisen in erster Linie die nun vollständig übernommenen Vinylacetat-Ethylen-Aktivitäten der bisher als Joint Venture geführten Gesellschaft Air Products Polymers (APP). Diese werden seit dem 1. Februar 2008 voll konsolidiert und trugen im 1. Quartal 2008 per Saldo rund 44 Mio. € zum Außenumsatz des Geschäftsbereichs bei. Das EBITDA von WACKER POLYMERS für den Zeitraum Januar bis März 2008 liegt mit 38,1 (Vj. 34,2) Mio. € um 11 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die stark gestiegenen Kosten für Rohstoffe sowie der schwache US-Dollar sind die wesentlichen Ursachen für den unterproportionalen Anstieg des Ertrags. Die EBITDA-Marge betrug im Berichtszeitraum 19,2 (Vj. 23,0) Prozent.
WACKER POLYSILICON verzeichnete auch im 1. Quartal 2008 eine ungebrochen starke Nachfrage bei Polysilicium. Der Geschäftsbereich erzielte im Berichtszeitraum einen neuen Umsatzrekord in Höhe von 155,9 (Vj. 92,2) Mio. €. Gegenüber dem 1. Quartal 2007 ist dies ein Plus von 69 Prozent. Möglich wurde dieser Wachstumssprung zum einen durch eine signifikante Steigerung der Absatzmengen, nachdem im 4. Quartal 2007 die Ausbaustufe 6 der Polysilicium-Produktion am Standort Burghausen ihre volle Kapazität von 3.500 Jahrestonnen erreicht hat. Zum anderen machten sich höhere Preise aus Lieferverträgen mit Kunden aus der Solar- und der Halbleiterindustrie positiv im Umsatz und im Ergebnis bemerkbar. Dadurch konnte WACKER POLYSILICON sein EBITDA im Berichtszeitraum überproportional steigern. Es hat sich mit 71,3 (Vj. 33,5) Mio. € gegenüber dem 1. Quartal 2007 mehr als verdoppelt. Die EBITDA-Marge betrug 45,7 (Vj. 36,3) Prozent.
Im Geschäftsbereich WACKER FINE CHEMICALS lag in den Monaten Januar bis März 2008 der Gesamtumsatz mit 27,7 (Vj. 35,0) Mio. € konsolidierungsbedingt um 21 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Bei kundenspezifischen Feinchemikalien blieb der Umsatz im 1. Quartal 2008 aufgrund der durchgeführten Reorganisationsmaßnahmen erwartungsgemäß deutlich hinter dem Vergleichswert des Vorjahres zurück. Die starke Nachfrage nach biotechnologisch hergestellten Produkten wie Cystein und Cyclodextrinen hält an. Weiterhin vielversprechend entwickelt sich auch das Geschäft mit biotechnologisch hergestellten Pharmaproteinen. Auf der Ertragsseite zeigen die Reorganisationsmaßnahmen des vergangenen Jahres deutliche Erfolge. Trotz der geringeren Umsätze erreichte das EBITDA mit 3,2 (Vj. 3,6) Mio. € nahezu das Niveau des Vorjahres. Entsprechend verbesserte sich die EBITDA-Marge auf 11,6 (Vj. 10,3) Prozent.

Ausblick

Trotz der Unsicherheiten über die künftige weltweite Konjunktur- und Branchenentwicklung hat sich WACKER für das laufende Geschäftsjahr erneut ehrgeizige Ziele gesetzt. Insgesamt sieht der Konzern weiterhin gute Chancen, wie bereits in den zurückliegenden Jahren, auch in 2008 den Konzernumsatz um deutlich mehr als 10 Prozent zu steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll ebenfalls steigen.
Hinweis für die Redaktionen: Der Bericht zum 1. Quartal 2008 steht auf den Internet-Seiten von WACKER (www.wacker.com) unter Investor Relations zum Download zur Verfügung.
Eckdaten WACKER-Konzern
in Mio. € Q1 2008 Q1 2007 Veränd.
in %
Umsatzerlöse 1.019,5 943,7 8
EBITDA 291,1 265,5 10
EBITDA-Marge 28,6% 28,1% 1
EBIT 198,7 187,9 6
EBIT-Marge 19,5% 19,9% -2
 
Finanzergebnis -0,8 -5,4 -85
Ergebnis vor Steuern 197,9 182,5 8
Konzernergebnis 130,6 114,6 14
 
Ergebnis je Aktie in € 2,63 2,30 14
 
Investitionen (inkl. Finanzanlagen) 145,5 91,0 60
Auszahlungen für Akquisitionen 173,4 0,0 n.a.
Netto-Cashflow -3,3 224,2 n.a.
 
 
in Mio. € 31. März 2008 31. März 2007 31. Dezember 2007
Eigenkapital 1.908,6 1.699,4 1.865,6
Finanzverbindlichkeiten 250,2 300,2 217,8
Pensionsrückstellungen 374,4 359,2 369,2
Nettofinanz-
verbindlichkeiten
-152,8 142,6 -148,7
Bilanzsumme 4.226,8 3.457,8 3.918,1
 
Mitarbeiter (Anzahl zum Stichtag) 15.660 14.788 15.044
Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür.
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